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Einfach mal abschalten?

Die Krawalle in London und anderen britischen Städten haben für Aufsehen und Entsetzen gesorgt ob der Gewaltexzesse, die sogar Todesopfer forderten. Wer jedoch eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen und den sozialen Ursachen für derartige Ausschreitungen erwartet hat, findet stattdessen nun eine Debatte über die teuflischen Social Media Anwendungen vor, die maßgeblich Schuld an den Krawallen seien. Zunächst war im Gespräch, identifizierten Randalierern den Zugang zu Sozialen Netzwerken zu verwehren, auch sollten die entsprechenden Netzwerke den Ermittlungsbehörden die Daten der Krawallmacher zugänglich machen. Premierminister Cameron verkündete, dass einzig auf diesem Wege künftige Ausschreitungen verhindert werden könnten.

Als es jedoch zu einem Treffen zwischen britischen Regierungsvertretern und Abgesandten von facebook, twitter und BlackBerry kam, war plötzlich keine Rede mehr von einer “Notfallabschaltung” oder Sperrung der Sozialen Netzwerke, nachzulesen bei taz online. Vom Gedanken einer Abschaltung hatte man sich verabschiedet, stattdessen soll in Zukunft stärker kontrolliert werden.

Allein die Vorstellung, im Zeitalter der oftmals zeitgleich aus dem Boden sprießenden Online-Dienste diese flächendeckend überwachen zu können, erscheint weltfremd. Mal ganz abgesehen davon, dass es sowohl bei twitter als auch bei facebook kein Problem ist, sich in Windeseile mehrere Accounts zuzulegen und diese für etwaige Absprachen, das Gründen öffentlicher Gruppen etc. einzusetzen. BlackBerry Messenger, eine in Großbritannien sehr beliebte Kommunikationsform ähnlich der bekannten SMS, ermöglicht eine nicht von außen einsehbare Kommunikation und ist den Ordnungshütern daher ein besonderer Dorn im Auge. Doch selbst wenn der Zugriff auf die damit verschickten Nachrichten möglich wäre, so fänden die Krawallmacher andere Mittel und Wege der Kommunikation. Hier scheint es, als stünden die ÜberwachungsOrdnungsbehörden auf verlorenem Posten. Mehr als Hinterherlaufen wird soschwerlich möglich sein. Aber natürlich ist es einfacher, Maßnahmen zu verkünden, die nichts als Augenwischerei sind, statt die realen Ursachen der Probleme anzugehen: Perspektivlosigkeit der Jugend, zunehmend extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich. Probleme übrigens, die es in Deutschland ebenso gibt.

Während und nach den Ausschreitungen in Großbritannien wurden die Sozialen Netzwerke schnell als zumindest mitschuldig abgestempelt. Davon ist nicht mehr viel übrig, wie der letzte Satz des Artikels bei taz.de zeigt:

Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass die britische Regierung nach der Kehrtwende dieses heiße Eisen so bald noch einmal anfassen wird.

Social Media – auch ein Thema für Sie?

Dass das Soziale Netz schon lange mehr ist als ein Spielplatz für technikbegeisterte Jugendliche, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Allerorten präsentieren sich Firmen im Netz, facebook ist hierbei auch in Deutschland derzeit Platzhirsch. Statistisch gesehen hat jeder zweite “Onliner” in Deutschland ein facebook-Konto, viele sind daneben noch in anderen Netzwerken aktiv.

Welchen Nutzen haben facebook, twitter & Co für Firmen, Verbände oder soziale Einrichtungen? Durch die enorme Marktdurchdringung können Soziale Medien, wenn richtig eingesetzt, als günstiges und reichweitenstarkes Instrument für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (wir haben u.a. für DEHOGA Berlin einen facebook-Auftritt umgesetzt), oder für die Verbreitung von Stellenangeboten und Neuigkeiten (wir haben für die Paritätische Kindertagesbetreuung Nordbayern einen facebook-Auftritt und die Integration von Social Plugins auf deren Website umgesetzt) eingesetzt werden. Dabei müssen die spezifischen Einsatzfelder der Anwendungen berücksichtigt werden. Facebook eignet sich sehr gut für die Präsentation des eigenen Unternehmens im Netz, hier können Inhalte von der Firmenwebsite, vom Firmenblog (unseres lesen Sie gerade) oder vom firmeneigenen twitter-Account auf einer facebook-page (einer “Firmenseite”, siehe auch beranet bei facebook) zusammengetragen werden, und zwar so einfach, dass selbst technische Laien es hinbekommen. Twitter hingegen ist in erster Linie eines: schnell. Um aktuelle Trends schnell zu erkennen, in kürzester Zeit Nachrichten weltweit zu streuen und sich in die Kommunikation zu bestimmten Themen einzuklinken, ist twitter sehr gut geeignet (siehe beranet bei twitter).

Natürlich müssen Social Media Präsenzen gepflegt und betreut werden, nur so entfalten sie ihre gewünschte Wirkung. Daher sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, welche Ziele Sie mit dem Einsatz von Social Media verfolgen, wieviel Zeit und Kreativität Sie dafür aufwenden möchten sowie von welchen Quellen und für welche Zielgruppe(n) die Inhalte bereitgestellt werden. Allen Social Media Anwendungen gemein ist die Möglichkeit, direkt in Interaktion mit der Zielgruppe zu treten, sei es über Kommentare oder private Nachrichten. Hierbei sollte abgewogen werden, welche Art von Feedback erwartet und gewünscht ist, wie Zielgruppen adressiert werden und inwieweit auf “Störungen” (Spam, Beschwerden, unerwünschte Inhalte) regiert werden kann. Sie sehen, ein Social Media Projekt bedürfen einiger Planung um zu funktionieren.

Als kleiner Leitfaden können vielleicht diese Punkte dienen:

Planung
1. Zweck des Einsatzes von Social Media definieren.
2. Zielgruppe(n) definieren.
3. Entwicklung eines Konzepts für die Zielgruppenansprache.
4. Auswahl geeigneter Medien oder Kombinationen.


Umsetzung

1. Integration von „Social Plugins“ in eigene Webauftritte.
2. Verknüpfung bestehender Inhalte/Strukturen mit Web2.0-Angeboten.
3. Erstellung und Pflege „neuer“ Inhalte, z.B. Tweets.
4. Einwicklung eigener Applikationen für facebook.


Betreuung

1. Einsatz effektiver Tools wie Tweetdeck erlaubt Synchronisierung versch. Webangebote.
2. Kommunikation mit Netzgemeinschaft: Kundenfeedback, Anfragen, Kritik.
3. Ggf. Ausbau der eigenen Präsenzen (Diskussionsbereich in facebook)
4. Einbinden der Social Media Angebote in die gesamte Kommunikation als festen Bestandteil.

Sie haben Interesse, ein eigenes Social Media Projekt umzusetzen? Wir beraten, konzipieren, setzen um und betreuen Sie gern.

Kontakt: Sascha Dinse
sascha.dinse@zone35.de
030/440 136 16.

Gibt es eigentlich noch sowas wie Datenschutz?

Sagt Ihnen das “Echelon”-Projekt etwas? Nicht? Dann schauen Sie doch mal hier, was für eine tolle Möglichkeit zum Abhören von Kommunikationswegen das ist. Echelon erlaubt es, Gespräche am Telefon auf Computerbasis abzuhören, automatisch Wörter zu erkennen, Stimmen zu identifizieren und sogar ganze Sachverhalte zu erkennen. Großartig, oder? Und wir in Deutschland regen uns über die Vorratsdatenspeicherung auf, wie mittelalterlich.

Besonders interessant an der Debatte um Datensammlung und Datenschutz finde ich die Tatsache, dass stets Plattformen wie facebook im Zentrum der Kritik stehen, als “Datenkrake” und ähnliches beschimpft werden, wo man sich diesen Netzwerken doch zumindest (aktiv) verweigern kann. Anders sieht es zum Beispiel bei der Volkszählung aus, wo jeder ausgwählte Bürger wahrheitsgemäß antworten muss (!) und nicht wie im Kontext eines Sozialen Netzwerks zum eigenen Schutz falsche Angaben machen darf (oder nicht darf, siehe facebook AGB, dies aber trotzdem ungestraft tun kann). Hier stellt sich, entgegen der Behauptungen vonseiten des Staates, dass natürlich alles sicher sei, die Frage, was passieren würde, wenn die erfassten Daten in falsche Hände geraten.

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Veranstaltung “Social Media, Online-Beratung & Datenschutz” am 29.06.2011 in Kiel

Gemeinsam mit dem Paritätischen Landesverband Schleswig-Holstein führen wir am 29.06.2011 eine Informationsveranstaltung zu den Themen “Social Media, Online-Beratung & Datenschutz” durch.

Im Rahmen der Veranstaltung informieren wir alle Interessierten über Einsatzmöglichkeiten von Web2.0-Anwendungen wie facebook und Twitter, daneben stellen wir die neue Version unserer Online-Beratungslösung beranet vor und widmen uns dem Thema “Datenschutz”, der ja besonders im Netz einen besonders hohen Stellenwert genießen sollte.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, beginnt um 10:00 Uhr und endet gegen 13:00 Uhr.

Anmeldungen richten Sie bitte an:

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e. V.
Zum Brook 4
24143 Kiel

Telefon: +49(0)431 5602-0
Telefax: +49(0)431 5602-78

Fortbildung “Social Media, Online-Beratung und Datenschutz” in Güstrow am 27.06.2011

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Mecklenburg-Vorpommern bietet gemeinsam mit beranet eine Fortbildung zum Thema “Soziale Netzwerke, Online-Beratung und Datenschutz” an. Diese wird am 27.06.2011 in Güstrow stattfinden. Neben dem großen Thema “Social Media” stellen wir die neue Version unserer Beratungslösung beranet vor, des Weiteren ist “Datenschutz für soziale Einrichtungen” ein weiteres Thema.

Anmeldungen richten Sie bitte an:

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband
Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Wismarsche Straße 298
19055 Schwerin
Telefon: 0385/59221-0
Telefax: 0385/59221-22
E-Mail: info@paritaet-mv.de

Anmeldeschluss ist der 10.06.2011.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Download.

Fortbildung Social Media – Informationen (PDF ca. 25 kb)

Allgemeine Geschäftsbedingungen Fortbildungen (PDF ca. 16 kb)

“Post-Privacy” oder “Ist Datenschutz ein Thema von gestern?”

Ja, ich bin privat bei facebook, twitter, formspring, xing und Reverbnation aktiv und blogge nebenbei auch noch. Zum Teil unter meinem “bürgerlichen” Namen, zum Teil nicht.

Heißt das, dass es mir egal ist, was mit den Informationen geschieht, die ich online veröffentliche? Natürlich nicht, aber ich gehe die Sache von einer anderen Seite an: ich mache mir keine Sorgen darüber, was mit den von mir veröffentlichen Informationen geschieht, sondern ich mache mir im Vorfeld Gedanken darüber, was ich überhaupt ins Netz stelle. Vielleicht muss der Begriff “Datenschutz” in einigen Regionen des Netzes auch langsam an die Realität angepasst werden. Sobald ich (freiwillig) Daten welcher Art auch immer ins Netz stelle, egal auf welche verschlüsselte, versiegelte und zertifizierte Website, muss ich davon ausgehen, dass diese Daten de facto öffentlich verfügbar sind. Alles andere wäre Augenwischerei. Ist das ein Problem? Mitnichten, denn jeder einzelne sollte, nein: muss!, dafür Sorge tragen, dass zumindest der Teil der Informationen über die eigene Person, den man selbst beeinflussen kann, nur Dinge enthält, die bei einer versehentlichen Weitergabe in den öffentlichen Raum keine Gefahr darstellen.

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Wieviele Identitäten haben Sie?

Ja, ich bin einer von denen, die nach Feierabend, kurz vor dem Zu-Bett-Gehen, für eine Stunde, manchmal auch zwei, in virtuelle Welten abtauchen und dort spannende Geschichten erleben oder gemeinsam mit anderen Spielern um den Sieg wetteifern. Ich bin online nicht unter meinem “Klarnamen” aktiv, sondern unter Pseudonym. Nun ist es mit ein wenig Recherche recht einfach, herauszufinden, wie zumindest eines meiner Netz-Alter-Egos heißt, aber dies sei mal dahingestellt. Ich entscheide mich aus bestimmten Gründen dafür, im Netz unter anderem Namen aufzutreten. Das hat weniger mit der Angst vor Identifizierung meiner Person, sondern vielmehr mit der Welt zu tun, in die ich mich begebe. Meine Identität aus der “echten” Welt (wenn es sowas gibt) spielt beim Spielen im Netz keine Rolle.

So kommuniziere ich auch in Foren oder Blogs oder bei Twitter unter meinem Pseudonym, weil ich es so gewohnt bin und es im Spielkontext auch sinnvoll finde. So treffen sich die Spieler, die eben noch online einander gejagt oder geholfen haben, auch im Forum unter Ihren “Nicknames” wieder.

Blizzard, Betreiber eines der (in der westlichen Welt) populärsten Online-Rollenspiele (“World of Warcraft”), verlangt seinen Kunden nun ab, in den Foren zum Spiel nur noch unter Klarnamen zu kommunizieren.

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Warum Social Media relevant sind

Die Entwicklung der Sozialen Medien hat in den letzten Jahren nicht nur die Kommunikationsgewohnheiten von Millionen Menschen, sondern auch die von Unternehmen verändert. Die Reichweiten und die Vorteile für Marketing, Akquise und die Pflege von Kontakten stehen dabei im Vordergrund. Der folgende Videoclip (englische Texte) illustriert diese Entwicklungen anschaulich. Die Musik sollten können Sie getrost abschalten, der Clip funktioniert ohne Ton.

(Quelle)

Deutschland: Ein Social Media Entwicklungsland?

Da hört man quasi jeden Tag vom “Web2.0″ und seinen tollen Möglichkeiten, malt sich aus, wie Unternehmen sich dort kostengünstig und multimedial präsentieren können, neue Kunden akquirieren und bestehende binden, wie Twitter als superschneller Informationskanal und facebook als Werbefläche mit sagenhaften 500 Millionen potentiellen Adressaten eingesetzt werden…und nun diese ernüchternde Aussage: Nur jedes dritte deutsche Unternehmen hat eine Social Media Strategie.

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NEU: beranet bei facebook

Es ist soweit. Ab sofort finden Sie uns auch bei facebook. Dort führen wir alle Informationen von unserem Blog und dem beranet-Twitteraccount zusammen, so dass Sie sich auf einen Blick informieren können.

Wenn Ihnen unsere facebook-Seite gefällt, klicken Sie einfach den entsprechenden Button dort. Sie können zu allen Inhalten Kommentare hinterlassen und so nun auch über das große Social Network facebook mit uns Kontakt aufnehmen.