Tag Archiv für phishing

1984? Nein, 2011!

Da ist sie wieder: die allseits beliebte Vorratsdatenspeicherung. Die Wunderwaffe gegen Cyber-Kriminalität und Verbrechen im Allgemeinen, die absolut notwendig für die Stafverfolgung ist und deren Gegner quasi gemeinsame Sache mit dem Verbrechen machen. Gut, das ist vielleicht etwas zugespitzt, aber im Artikel auf SpOn wird von der Vorratsdatenspeicherung, bzw. von der Nicht-Mehr-Existenz dieser vom niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) behauptet, “seit vergangenen Sommer seien 527 Straftaten allein in seinem Bundesland deswegen nicht aufgeklärt worden”. Natürlich geht es bei dieser vermeintlich hohen Zahl um schwere Straftaten, Kinderpornographie und Tötungsdelikte werden erwähnt.

Nun gehört eine gewisse Übertreibung sicher zum Handwerk des Politikers, aber wenn man die Kriminalstatistik heranzieht (Stand 2009), relativiert sich diese Zahl. Verglichen mit knapp 600.000 Straftaten im Bundesland erscheinen 527 sehr wenig. Irgendwie wollen auch die Daten der aktuellen Kriminalstatistik von 2010 nicht ganz zum dramatischen Bild passen, das Herr Schünemann zu zeichnen versucht. Auf der Website des NDR ist folgendes zu lesen:

“Die Menschen in Niedersachsen können sich sehr sicher fühlen.” Das sagte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Montag bei der Vorstellung Kriminalstatistik 2010. Demnach ist die Zahl der Straftaten gesunken und die Aufklärungsquote gestiegen: In 62,9 Prozent aller Fälle konnte die Polizei die gut 582.000 registrierten Straftaten aufklären. Die Zahl der Straftaten habe damit zugleich den niedrigsten Stand seit 2001 erreicht. Rückläufig sind die Straftaten laut Statistik bei Mord und Totschlag, Diebstahl, schwerer und gefährlicher Körperverletzung sowie bei Kinder- und Jugendkriminalität.

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Von Fischen und Schurken

“Phishing” (detaillierte Beschreibung in der Wikipedia), das Ausspähen (“Abfischen”) von Passwörtern und Zugangsdaten, wird häufig von Ganoven und Kriminellen angewandt, um sich Zugang zu Konten, geschützten Bereichen oder privaten Daten zu verschaffen.

Wie können Sie sich schützen? Bei tagesschau.de finden Sie einige Tipps, wie Sie diesem hinterhältigen Betrug entgehen können.

Hier ein paar generelle Regeln, die Ihnen beim Umgang mit dem Internet und E-Mail im allgemeinen helfen können:

  • Klicken Sie mit Bedacht, glauben Sie nicht alles, was in E-Mails steht.
  • Wenn Sie eine E-Mail Ihrer Bank erhalten, obwohl diese Ihnen niemals E-Mails schickt, seien Sie misstrauisch.
  • Dinge, die zu gut klingen, um wahr zu sein, haben meist einen Haken.
  • Informieren Sie sich im Netz, ob gerade wieder vor Phishingmails gewarnt wird. (Beispiel: Das BKA hat vor einiger Zeit davor gewarnt, Mails zu öffnen, die angeblich vom BKA stammten. In diesen waren bösartige Trojaner enthalten.)
  • Installieren Sie Phishing-Filter für Browser und Mailprogramm, diese warnen Sie im Vorfeld, wenn eine Mail oder Website sich verdächtig verhält.