Tag Archiv für netzsperren

Jugendschutz im Netz oder “Sisysphos 2.0″

Jugenschutz muss selbstverständlich gerade im weltweiten Netz ernst genommen werden, wenngleich dies mitunter in eine wahre Sisyphosarbeit mündet.

Die Maßnahmen, die jugendschutz.net ergreift, können dabei natürlich nur ein Anfang sein:

jugendschutz.net geht Hinweisen auf Verstöße im Internet nach, die von Usern über die Hotline gemeldet werden, recherchiert wichtige Problemfelder (z. B. Rechtsextremismus, Gewalt) und beobachtet Dienste, die bei Jugendlichen besonders beliebt sind.

Bereits anhand dieser Aussage lässt sich das eigentliche Problem erkennen: problematische Inhalte liegen meist nicht offen herum oder sind ohne weiteres für jeden sichtbar. Organisationen, die Jugendschutz im Netz betreiben, sind häufig auf Meldungen rechtswidriger oder jugendgefährdender Inhalte angewiesen. Die eigene Recherche kann sich oft nur auf bekannte Plattformen beschränken, diese stellen aber verglichen mit der Weite des Netzes nur Randerscheinungen dar. jugendschutz.net hat jetzt den Bericht “Jugendschutz im Netz 2009″ vorgelegt, ein interessantes Dokument, welches Interessierten viele Informationen und Anhaltspunkte für eigene Tätigkeiten im Hinblick auf den Jugendschutz bietet.

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Freiheit vs. Zensur

Schwarz-gelb wird unsere neue Bundesregierung also werden… Bevor die von Frau von der Leyen im Eiltempp durchgeboxten Internetsperren zur (leicht zu umgehenden, völlig wirkunslosen, populistischen und von technischem Unverständnis zeugenden) Alltäglichkeit werden, hier ein Video, das auf vielleicht etwas polemische Weise auf den UnSinn der Regelung aufmerksam macht.

Zensur ist ein einfaches Mittel, um missliebige Dinge aus der öffentlichen Wahrnehmung zu entfernen, sie verschwendet Ressourcen, die bei der aktiven Bekämpfung von Kriminalität sinnvoller verwendet werden könnten. Zensur ist keine Lösung für Probleme, das war sie nie und kann es auch niemals sein. Zensur kann Freiheit nicht beschützen, sie ist das Ende der Freiheit. Und ja, dieses Thema geht uns alle an!

(Quelle)

Eine Zensur findet nicht statt.

Das umstrittene “Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen (Zugangserschwerungsgesetz – ZugErschwG)” ist nur noch einen Schritt davon entfernt, rechtskräftig zu werden.

Es fehlt noch die Unterschrift des Bundespräsidenten, wie bei Golem.de zu lesen ist. Dort ist auch der Gesetzestext als PDF verlinkt.

Gegner des Gesetzentwurfs sprechen von einem Schritt in Richtung Internetzensur. Von der Hand zu weisen erscheint das nicht, denn bereits jetzt fordern vereinzelte Politiker auch Sperren anderer Netzinhalte.

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