Tag Archiv für “like” button

2 Klicks für den Datenschutz

Ob Facebook-Daumen, Twitter-Vögelchen oder Googles +1… Die kleinen Buttons sozialer Netzwerke finden sich mittlerweile auf fast jeder Website im Internet, die hip und interaktiv daherkommen will. Sie laden dazu ein, seine Meinung über den Inhalt einer Seite, einen Zeitungsartikel oder ein peinliches Promi-Foto beispielsweise,  mit anderen zu teilen. Doch bisher wissen wohl nur die wenigsten, was diese unscheinbaren Symbole heimlich eigentlich noch so alles tun.

Dieses Wissen ist besonders für die interessant, die bisher dachten „Wenn ich nicht bei Facebook mitmache, kann es mir auch keine Daten klauen“. Weit gefehlt! Denn, wie heise online und taz.de berichten, übermittelt eine Website, die die Buttons eingebettet hat, schon beim Laden der Seite Informationen an Facebook & Co – egal ob Sie auf den Button klicken oder überhaupt dort Mitglied sind. Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert mahnt  im Gespräch mit der taz:

“Jeder Klick auf einer Seite, wie lange ich darauf bin, für was ich mich interessiere, kann Facebook nachvollziehen”

Wie das technisch genau von statten geht, können Sie hier nachlesen und was Facebook offiziell dazu sagt, hier.

Spätestens damit ist klar, dass man nicht selbst in der Hand hat, was für Daten man an soziale Netzwerke preisgibt, es sei denn man meidet den Besuch solcher Internetseiten. Dann kann man aber auch gleich den Stecker ziehen… Die heimliche Datenabfassung dient, wer hätte das gedacht, Facebook selbst und den Partnerseiten, indem sie Informationen über User sammeln können. Und je mehr Daten über die Zeit zusammenkommen, desto leichter lassen sich umfassende User-Profile erstellen. Inwieweit die so erfassten Daten für Facebook tatsächlich nützlich oder gar einer bestimmtem Person zuzuordnen sind, ist allerdings nicht ganz klar. Fest steht aber, dass – vom Nutzer unkontrollierbar – Daten übermittelt werden.

Eine kleine Avantgarde von Webseitenbetreibern wehrt sich aber bereits gegen die automatische Datenerfassung der kleinen Buttons. Allen voran heise online. Die haben nämlich harmlose Buttons entwickelt, die der User erst anklicken muss, damit sie aktiv werden. Das heißt, der User bestimmt selbst, ob Daten an Dritte übermittelt werden sollen – ohne seine Erlaubnis passiert gar nichts. Das 2-Klick-Modell ist frei verfügbar und jede Website kann es bei sich einbinden.

Die ideale Kombination, um seinen Usern Datensicherheit zu garantieren, ohne gleichzeitig auf die Vernetzung mit Facebook & Co verzichten zu müssen!

beratungsrauschen: Gefällt mir!

INFO: Sollten Sie keinen facebook-Account besitzen und auch nicht beabsichtigen, sich jemals einen solchen zuzulegen, können Sie diesen Artikel einfach überspringen. Müssen Sie aber nicht.

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Web2.0 um jeden Preis? Mitnichten.

Facebook hat ja gerade wieder einen großen Wurf gemacht. “Social Plugins” nennt sich eine Reihe von Werkzeugen, die es ermöglichen, eine Vernetzung von Webinhalten mit facebook herzustellen. Anders als bisher können nicht nur “interne” Inhalte von facebook anderen Nutzern empfohlen, kommentiert oder “gemocht” werden, nun erstreckt sich dieses Feld in jeden beliebigen Winkel des Netzes.

Und das ist jetzt etwas unglaublich Revolutionäres? Ja. Zumindest, wenn man die Umwälzung des Informations- und Kommunikationsstroms im Blick hat, die damit einhergeht. Facebook macht sich durch die “Social Plugins” geschickt zum Nabel der (Netz)Welt. Aus Sicht des Marketings eines Unternehmens liegt enormes Potential in diesen Werkzeugen, denn sie ermöglichen es, Rückmeldungen von Nutzern und Besuchern einer Website direkt zu erfassen und ggf. auf einer facebook-Präsenz gesammelt auszugeben. Quasi Werbung, die sich selbst macht.

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