Tag Archiv für internet

Es war einmal: Netzneutralität

iPhone-Nutzer kennen das bereits: Wenn Sie über einen Anbieter wie Skype telefonieren möchten, entstehen trotz Flatrate beim Provider Zusatzkosten. Es ist also nicht egal, welche Webdienstleistungen man mit seinem internetfähigen Telefon in Anspruch nimmt. Von daher existiert die “Netzneutralität” auch derzeit nicht überall. Wer diesen Begriff noch nie gehört hart, hier eine Definition:

“Der Begriff Netzneutralität bezeichnet die neutrale Übermittlung von Daten im Internet, das bedeutet eine gleichberechtigte Übertragung aller Datenpakete unabhängig davon, woher diese stammen, welchen Inhalt sie haben oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben.” (Quelle)

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“Digital Natives” oder “Digital Naives”?

“Digital Natives” (etwa: “digitale Ureinwohner”) ist ein Begriff, der für jene (junge) Bevölkerungsgruppe verwendet wird, die quasi von Kindesbeinen an mit dem Internet aufwächst. Dieser Definition nach bin ich kein Digital Native, obowohl ich mich so fühle. Ich kann mich noch an eine Zeit ohne Internet erinnern und an die ersten Gehversuche mit analogen Modems, lange bevor es das Internet in seiner heutigen Form und Breitbandanschlüsse für jedermann gab.

Ich erwarte von Ureinwohnern eines Gebiets, dass sie sich dort nicht nur bestens auskennen, sondern auch um Gefahren wissen, die in der direkten Umgebung lauern. An diesem Punkt scheinen sich “Natives” und “Digital Natives” ein wenig zu unterscheiden, wie auch im Artikel auf heise.de zu lesen ist. Dabei wird eine Studie von McAfee, Hersteller von Anti-Viren-Software, zitiert, in der 13- bis 17-Jährige US-Jugendliche befragt wurden. Derartige Studien scheinen gerade in Mode zu sein, vergleichen Sie auch hier.

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Jugendschutz im Netz oder “Sisysphos 2.0″

Jugenschutz muss selbstverständlich gerade im weltweiten Netz ernst genommen werden, wenngleich dies mitunter in eine wahre Sisyphosarbeit mündet.

Die Maßnahmen, die jugendschutz.net ergreift, können dabei natürlich nur ein Anfang sein:

jugendschutz.net geht Hinweisen auf Verstöße im Internet nach, die von Usern über die Hotline gemeldet werden, recherchiert wichtige Problemfelder (z. B. Rechtsextremismus, Gewalt) und beobachtet Dienste, die bei Jugendlichen besonders beliebt sind.

Bereits anhand dieser Aussage lässt sich das eigentliche Problem erkennen: problematische Inhalte liegen meist nicht offen herum oder sind ohne weiteres für jeden sichtbar. Organisationen, die Jugendschutz im Netz betreiben, sind häufig auf Meldungen rechtswidriger oder jugendgefährdender Inhalte angewiesen. Die eigene Recherche kann sich oft nur auf bekannte Plattformen beschränken, diese stellen aber verglichen mit der Weite des Netzes nur Randerscheinungen dar. jugendschutz.net hat jetzt den Bericht “Jugendschutz im Netz 2009″ vorgelegt, ein interessantes Dokument, welches Interessierten viele Informationen und Anhaltspunkte für eigene Tätigkeiten im Hinblick auf den Jugendschutz bietet.

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Lesenwertes zum Thema Datenschutz

Das “Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein” stellt eine sehr informative und nett aufgemachte Broschüre zum kostenlosen Download bereit.

Die knapp 4 MB große Broschüre mit dem Titel “Entscheide Du, sonst tun es andere für Dich! Gedanken und Fakten zum Thema Datenschutz” bietet viele nützliche Tipps zum Umgang mit den eigenen Daten im Netz, nicht nur für Kinder und Jugendliche. Auf der Seite des ULD finden sich darüber hinaus noch viele weiter Dokumente und Informationen rund um den Datenschutz.

Lesetipp!



Schwarz-Gelb und das Netz

Einen sehr lesenswerten Artikel veröffentlicht Spiegel Online heute. Die Schwarz-Gelbe Koalition scheint sich intensiver und wirklichkeitsnäher mit dem Netz auseinanderzusetzen als die Vorgängerregierung.

Der Artikel beginnt mit den Worten:

Schwarz-Gelb, das kann man nach einer gründlichen Durchsicht des Koalitionsvertrages sagen, ist dem Netz deutlich näher als Schwarz-Rot es war.

Beispielsweise werden Kritikpunkte wie Vorratsdatenspeicherung oder Netzsperren deutlich kritischer und realistischer beurteilt, so dass davon auszugehen ist, dass man nach tatsächlichen Lösungen statt nur nach populistischen Spielereien sucht.

So heisst es dort in Bezug auf Änderungen am Bundesdatenschutzgesetz (BDSG):

Auch das Bundesdatenschutzgesetz will man verändern – es soll “unter Berücksichtigung der europäischen Rechtsentwicklung lesbarer und verständlicher” werden und “zukunftsfest und technikneutral” ausgestaltet werden.

Ein Satz scheint klar auf eine Bevorzugung sogenannter Opt-In- statt Opt-Out-Lösungen zu zielen: “Die Einwilligung ist eine wesentliche Säule des informationellen Selbstbestimmungsrechts.” Weitergabe von persönlichen Daten soll also generell von der expliziten Zustimmung des Nutzers abhängen. Ob das bedeutet, dass die eben erst beschlossenen Änderungen im Datenschutzgesetz noch verschärft werden sollen, bleibt abzuwarten.

Es sind also in dieser Legislaturperiode einige Änderungen zu erwarten, wobei die Grundfesten des BDSG wohl unberührt bleiben werden. Sicher wäre eine bessere “Lesbarkeit” sinnvoll, denn einige Passagen des BDSG sind nur mit entsprechendem rechtlichen Hintergrundwissen verständlich.

Linktipp: Der beranet-Datenschutzassistent zum Erstellen Ihres öffentlichen Verfahrensverzeichnisses.



Handy vs. DSL 1:0

Wer hätte das gedacht? Noch in diesem Jahr wird die mobile Internetnutzung bspw. via Handy die bislang dominierenden Festnetzanschlüsse überholt haben.  Zwar seien mobile Anschlüsse noch immer wesentlich langsamer als konventionelle Breitbandlösungen, aber gerade die flächendeckende Verfügbarkeit von Mobilfunk sei für den Siegeszug des mobilen Netzes verantwortlich.

Spannende Entwicklung, besonders für die Entwickler von Softwarelösungen. Offenbar lohnt es sich, direkt auf Mobiltelefone zugeschnittene Applikationen zu veröffentlichen, die sich genau an den Bedürfnissen derjenigen orientieren, die ein recht langsames Netz und nur einen kleinen Bildschirm haben.

Vielleicht heisst es also demnächst: Vorhang auf für “beranet.mobile”?



Social Networks

Also ich bin ja nur bei Xing. Viele meiner Freunde und Kollegen hingegen haben Profile in weiteren Social Network-Plattformen wie Facebook oder StudiVZ. Diese Namen sind im Netz in aller Munde. Wenn Sie davon noch nie gehört haben, sind Sie höchstwahrscheinlich kein Nutzer von Sozialen Netzwerken im Internet. Mittlerweile gibt es hunderte dieser virtuellen Gemeinschaften, teilweise auch zu höchst skurrilen Themen.

Was genau verbirgt sich hinter einem “Sozialen Netzwerk”?

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