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Beratungsstellen auf Facebook & Co.

Um Social Media kommt keiner drumrum – ob man will oder nicht. Selbst wenn ich kein Mitglied bei Facebook bin, so ist es gut möglich, dass dort Fotos von mir kursieren. Und ohne registriert zu sein, kann ich deren Verbreitung nicht einmal kontrollieren. Also lieber gleich selbst mitmischen;)

Auch Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen strömen mittlerweile in die sozialen Netzwerke, um für ihre Produkte und Kampagnen die Werbetrommel zu schlagen. Der Vorteil der Social Media: Sie sind kostengünstig und erreichen die Zielgruppe praktisch jederzeit und überall. Ich kann einen Markenturnschuh genauso „liken“, wie meine Lieblingsband oder einen Kommentar eines Freundes. Diese persönliche Ebene macht Facebook & Co als Werbeplattform so interessant.

So nutzen auch immer mehr Online-Beratungsstellen Social Media, um ihre Klientel zu erreichen. Naturgemäß ist es aber nicht für alle Angebote gleichermaßen sinnvoll, in sozialen Netzen aktiv zu werden. Beispielsweise werden Angebote, die sich an ältere oder generell wenig internetaffine Menschen richten, durch eine Seite auf Facebook kaum mehr Klienten ansprechen. Für alle anderen kann dies allerdings sinnvoll sein.

Aber auch wenn die Einrichtung einer Facebook-Seite prinzipiell für jeden kostenlos ist, muss ein Zeitaufwand für die Pflege des Auftritts eingeplant werden. Denn Interaktion und Schnelllebigkeit sind das A und O in den Netzwerken und eine allzu statische Seite wird kaum Fans gewinnen.

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, wie Beratungsstellen Social Media für sich nutzen können, lesen Sie den Artikel „Welt 2.0“ von Sascha Dinse in der Zeitschrift „Soziale Psychiatrie“.

Wird Facebook sozial? – Suizidprävention über’s soziale Netz

Mit einer aktuellen Neuerung tut das umstrittene Netzwerk diesmal zumindest etwas Gutes für seine Mitglieder. Allerdings bisher nur in Kanada und den USA.

Wie welt.de berichtet, hat Facebook in Zusammenarbeit mit der Nationalen Suizidprävention Lifeline eine Funktion entwickelt, die es Facebook-Freunden einfacher macht, auf Selbstmorddrohungen zu reagieren. Wenn ein Freund einen Verdacht meldet, wird dem Suizidgefährdeten automatisch eine E-Mail mit einer Notfall-Hotline und einem Link zu einem Beratungschat geschickt.

In Deutschland gibt es diese Funktion bisher noch nicht. Hier finden Freunde  lediglich Links zu entsprechenden Organisationen und ein Formular, mit dem man sich in einem solchen Fall an Facebook wenden kann. Die neue Funktion wäre deshalb auch hier wünschenswert, da sie ganz unkompliziert konkrete Hilfe für Suizidgefährdete anbietet. Und: Auch für die oft nur flüchtig bekannten Facebook-Freunde wird durch die komfortable Funktion die Hemmschwelle niedriger, Drohungen zu melden. Denn leider werden Suiziddrohungen in sozialen Netzen noch viel zu häufig ignoriert.

Was macht eigentlich StudiVZ?

Alle reden von Facebook und Google+, aber was ist eigentlich mit dem guten alten StudiVZ? Die Nutzer verlassen das Netzwerk wie die sprichwörtlichen Ratten das sinkende Schiff und entern die moderneren Versionen. Aus Faulheit bleiben viele aber als Karteileichen zurück. Auch bei mir ist das ähnlich. Studi benutze ich nur noch für die Kommunikation mit Freunden, die noch nicht bei Facebook sind – und das werden immer weniger.

Auch wenn medial von allen Seiten auf Facebook eingedroschen wird (meist zu Recht!), irgendetwas scheint es ja richtig zu machen… oder studi falsch. Denn StudiVZ hatte, als Facebook zu uns rüberschwappte, sehr wohl eine Chance, seine Nutzer zum Bleiben zu bewegen. Denn die meisten führten zunächst parallel ein Profil auf beiden Netzwerken. Ich persönlich schätze studi nach wie vor wegen weniger (offensichtlichem) Datensammeln und mehr Übersichtlichkeit. Doch jetzt, wo auch die letzten meiner Freunde zu Facebook übergesiedelt sind, habe ich mehr und mehr das Gefühl bei StudiVZ Selbstgespräche zu führen. Auch VZ-Geschäftsführer Clemens Riedl gesteht ein, dass die Rückholung von ehemaligen Nutzern aussichtslos ist.

„Wir glauben nicht, dass die Nutzer von Facebook zurückkommen. Wir müssen uns auf die konzentrieren, die noch da sind.”

Deshalb wollen sich die Netzwerke – denn genau genommen sind neben studivz ja auch noch meinvz und schülervz betroffen – künftig eine Nische suchen, die die Konkurrenz noch nicht besetzt hat. Diese Nischenpolitik hat studi aber schon einmal verfolgt und mündete in der Aufsplittung von studi in die drei Netzwerke. Was sich nicht bewährt hat – wie man heute sieht.

Konsequent und professionell umgesetzt, könnte dies aber tatsächlich funktionieren. Doch was das Unternehmen bisher von seinen Neuerungen verraten hat und was man momentan selbst im Netzwerk testen kann, zeigt wenig Innovation (jeder User kann zur Zeit zwischen alter und neuer Version wechseln). Farblich  wurde von orange in sterileres weiß-rot gewechselt, Gruppen heißen nun Themen. Auffällt, dass studi sich an mehr Interaktion à la Facebook versucht, so bekommt man interessante Themen und Personen vorgeschlagen und es gibt einen Gruppenchat.

Ob sich SudiVZ neu positionieren kann, wird sich zeigen. Facebook hat aber einige klare Vorteile: innovative Technik und Internationalität. Zwar empfinde ich die ständigen technischen Neuerungen als eher störend…  die Internationalität ist aber der Grund, weshalb ich überhaupt zu Facebook gewechselt habe: Ich kann mit Menschen aus aller Welt Kontakt halten und sogar spontan mit Freunden aus Kenia auf Kiswahili chatten.

Trotz allem hat StudiVZ einen klaren Vorteil, den es zu nutzen gilt. Das schlechte Image von Facebook dank freizügiger Datenweitergabe. Der Konkurrent gerät momentan mehr und mehr in’s Fadenkreuz von Datenschützern, muss sich vor Gericht verantworten und viele Nutzer sind zumindest etwas vorsichtiger geworden. Wenn StudiVZ es schafft, sich ein Anti-Datenverkauf-Image zuzulegen statt auf die plumpe und nicht erfolgversprechende Nachmache von Facebook zu setzen, hätte es reelle Chancen, neue, skeptische Mitglieder anzuwerben oder gar zurückzuholen.

Und noch etwas zum Schmunzeln: Angesichts der aktuellen Facebook-Kontroverse wirkt ein Artikel der taz von 2007 über das böse StudiVZ und seine Gefahren unfreiwillig komisch: Vom StalkerVZ zum StasiVZ

Nur naiv, oder doch verrückt?

Eine Warnung vorweg: der folgende Artikel könnte Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.
Realitätsfremde Ideen im Hinblick auf das Internet und die Überwachung seiner Nutzer sind ganz offensichtlich nicht nur Steckenpferd deutscher Politiker, auch die Italiener teilen aus. Hier wird ein Ruf nach einer weitreichenden, nein, eher allumfassenden Überwachung des Internetdatenverkehrs laut, zu deren Durchsetzung eine virtuelle Blackbox eingesetzt werden soll, die zunächst erst mal alles speichert und im Fall des Falles geöffnet werden kann, um die Protokolle einzusehen. Natürlich, als Grund für derartige Spionagephantasien muss wieder Pädophilie herhalten.

Hierbei sollen die “Surfbewegungen sämtlicher EU-Bürger” überwacht werden, schreibt SpOn im Artikel. Na, kleine Brötchen backt Herr Motti hier wahrlich nicht. Naivität und eine gewissen Entfernung von der Realität muss er sich aber gefallen lassen, wird er doch mit den Worten:

“Wie eine Black Box in einem Flugzeug nur nach einem Unfall geöffnet wird, würden auch die von Logbox aufgezeichneten Daten nur im Falle wirklicher Notwendigkeit entschlüsselt.”

zitiert. Und, um dem Ganzen die Krone des Unsinns aufzusetzen, müsste auf jedem (!) Gerät mit Internetzugang eine Software installiert werden, die die entsprechenden Daten mitliest und speichert, so der Vorschlag von Herrn Motti. Und wir regen uns über den Staatstrojaner auf…wenn dieser schon Funktionen besitzt, von denen die Behörden nicht einmal wussten, dann ist schwerlich anzunehmen, dass Strafverfolgungsbehörden nur in Einzelfällen auf solche Daten zugreifen würden (Stichwort: “wirkliche Notwendigkeit”).

“Wir wollen die anständigen Bürger in der EU schützen”

heißt es weiter. Ja, is´klar. Klingt ein wenig nach der Bild-Zeitung, die gern mal Straftätern und anderen auf die schiefe Bahn Geratenen (gern auch Verdächtigen, deren Schuld in keinster Weise bewiesen ist), diverse Grund-, Bürger- und wahlweise auch Menschenrechte aberkennen und sie pauschal zu Monstern erklären. Wie anständig kann es bitte sein, tiefgreifend in die Privatsphäre aller (!) Bürger der EU (das sind mit ca. 500 Millionen ja auch lächerlich wenige, verglichen mit facebooks Nutzerzahlen) eingreifen zu wollen, um in Fällen “wirklicher Notwendigkeit” eingreifen zu können. Solche eine pauschale Datenspeicherung wird facebook & Co. vorgeworfen und plötzlich soll genau dasselbe zum Schutz der Bürger sinnvoll sein?

Mal ganz abgesehen davon, dass es wahrscheinlich nicht einmal einen Tag dauern würde, bis findige Aktivisten einen Hack für die Schnüffelsoftware entwickelt hätten…

Die spinnen, die Rö…ähhh, Italiener.

2 Klicks für den Datenschutz

Ob Facebook-Daumen, Twitter-Vögelchen oder Googles +1… Die kleinen Buttons sozialer Netzwerke finden sich mittlerweile auf fast jeder Website im Internet, die hip und interaktiv daherkommen will. Sie laden dazu ein, seine Meinung über den Inhalt einer Seite, einen Zeitungsartikel oder ein peinliches Promi-Foto beispielsweise,  mit anderen zu teilen. Doch bisher wissen wohl nur die wenigsten, was diese unscheinbaren Symbole heimlich eigentlich noch so alles tun.

Dieses Wissen ist besonders für die interessant, die bisher dachten „Wenn ich nicht bei Facebook mitmache, kann es mir auch keine Daten klauen“. Weit gefehlt! Denn, wie heise online und taz.de berichten, übermittelt eine Website, die die Buttons eingebettet hat, schon beim Laden der Seite Informationen an Facebook & Co – egal ob Sie auf den Button klicken oder überhaupt dort Mitglied sind. Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert mahnt  im Gespräch mit der taz:

“Jeder Klick auf einer Seite, wie lange ich darauf bin, für was ich mich interessiere, kann Facebook nachvollziehen”

Wie das technisch genau von statten geht, können Sie hier nachlesen und was Facebook offiziell dazu sagt, hier.

Spätestens damit ist klar, dass man nicht selbst in der Hand hat, was für Daten man an soziale Netzwerke preisgibt, es sei denn man meidet den Besuch solcher Internetseiten. Dann kann man aber auch gleich den Stecker ziehen… Die heimliche Datenabfassung dient, wer hätte das gedacht, Facebook selbst und den Partnerseiten, indem sie Informationen über User sammeln können. Und je mehr Daten über die Zeit zusammenkommen, desto leichter lassen sich umfassende User-Profile erstellen. Inwieweit die so erfassten Daten für Facebook tatsächlich nützlich oder gar einer bestimmtem Person zuzuordnen sind, ist allerdings nicht ganz klar. Fest steht aber, dass – vom Nutzer unkontrollierbar – Daten übermittelt werden.

Eine kleine Avantgarde von Webseitenbetreibern wehrt sich aber bereits gegen die automatische Datenerfassung der kleinen Buttons. Allen voran heise online. Die haben nämlich harmlose Buttons entwickelt, die der User erst anklicken muss, damit sie aktiv werden. Das heißt, der User bestimmt selbst, ob Daten an Dritte übermittelt werden sollen – ohne seine Erlaubnis passiert gar nichts. Das 2-Klick-Modell ist frei verfügbar und jede Website kann es bei sich einbinden.

Die ideale Kombination, um seinen Usern Datensicherheit zu garantieren, ohne gleichzeitig auf die Vernetzung mit Facebook & Co verzichten zu müssen!

Einfach mal abschalten?

Die Krawalle in London und anderen britischen Städten haben für Aufsehen und Entsetzen gesorgt ob der Gewaltexzesse, die sogar Todesopfer forderten. Wer jedoch eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen und den sozialen Ursachen für derartige Ausschreitungen erwartet hat, findet stattdessen nun eine Debatte über die teuflischen Social Media Anwendungen vor, die maßgeblich Schuld an den Krawallen seien. Zunächst war im Gespräch, identifizierten Randalierern den Zugang zu Sozialen Netzwerken zu verwehren, auch sollten die entsprechenden Netzwerke den Ermittlungsbehörden die Daten der Krawallmacher zugänglich machen. Premierminister Cameron verkündete, dass einzig auf diesem Wege künftige Ausschreitungen verhindert werden könnten.

Als es jedoch zu einem Treffen zwischen britischen Regierungsvertretern und Abgesandten von facebook, twitter und BlackBerry kam, war plötzlich keine Rede mehr von einer “Notfallabschaltung” oder Sperrung der Sozialen Netzwerke, nachzulesen bei taz online. Vom Gedanken einer Abschaltung hatte man sich verabschiedet, stattdessen soll in Zukunft stärker kontrolliert werden.

Allein die Vorstellung, im Zeitalter der oftmals zeitgleich aus dem Boden sprießenden Online-Dienste diese flächendeckend überwachen zu können, erscheint weltfremd. Mal ganz abgesehen davon, dass es sowohl bei twitter als auch bei facebook kein Problem ist, sich in Windeseile mehrere Accounts zuzulegen und diese für etwaige Absprachen, das Gründen öffentlicher Gruppen etc. einzusetzen. BlackBerry Messenger, eine in Großbritannien sehr beliebte Kommunikationsform ähnlich der bekannten SMS, ermöglicht eine nicht von außen einsehbare Kommunikation und ist den Ordnungshütern daher ein besonderer Dorn im Auge. Doch selbst wenn der Zugriff auf die damit verschickten Nachrichten möglich wäre, so fänden die Krawallmacher andere Mittel und Wege der Kommunikation. Hier scheint es, als stünden die ÜberwachungsOrdnungsbehörden auf verlorenem Posten. Mehr als Hinterherlaufen wird soschwerlich möglich sein. Aber natürlich ist es einfacher, Maßnahmen zu verkünden, die nichts als Augenwischerei sind, statt die realen Ursachen der Probleme anzugehen: Perspektivlosigkeit der Jugend, zunehmend extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich. Probleme übrigens, die es in Deutschland ebenso gibt.

Während und nach den Ausschreitungen in Großbritannien wurden die Sozialen Netzwerke schnell als zumindest mitschuldig abgestempelt. Davon ist nicht mehr viel übrig, wie der letzte Satz des Artikels bei taz.de zeigt:

Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass die britische Regierung nach der Kehrtwende dieses heiße Eisen so bald noch einmal anfassen wird.

Social Media – auch ein Thema für Sie?

Dass das Soziale Netz schon lange mehr ist als ein Spielplatz für technikbegeisterte Jugendliche, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Allerorten präsentieren sich Firmen im Netz, facebook ist hierbei auch in Deutschland derzeit Platzhirsch. Statistisch gesehen hat jeder zweite “Onliner” in Deutschland ein facebook-Konto, viele sind daneben noch in anderen Netzwerken aktiv.

Welchen Nutzen haben facebook, twitter & Co für Firmen, Verbände oder soziale Einrichtungen? Durch die enorme Marktdurchdringung können Soziale Medien, wenn richtig eingesetzt, als günstiges und reichweitenstarkes Instrument für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (wir haben u.a. für DEHOGA Berlin einen facebook-Auftritt umgesetzt), oder für die Verbreitung von Stellenangeboten und Neuigkeiten (wir haben für die Paritätische Kindertagesbetreuung Nordbayern einen facebook-Auftritt und die Integration von Social Plugins auf deren Website umgesetzt) eingesetzt werden. Dabei müssen die spezifischen Einsatzfelder der Anwendungen berücksichtigt werden. Facebook eignet sich sehr gut für die Präsentation des eigenen Unternehmens im Netz, hier können Inhalte von der Firmenwebsite, vom Firmenblog (unseres lesen Sie gerade) oder vom firmeneigenen twitter-Account auf einer facebook-page (einer “Firmenseite”, siehe auch beranet bei facebook) zusammengetragen werden, und zwar so einfach, dass selbst technische Laien es hinbekommen. Twitter hingegen ist in erster Linie eines: schnell. Um aktuelle Trends schnell zu erkennen, in kürzester Zeit Nachrichten weltweit zu streuen und sich in die Kommunikation zu bestimmten Themen einzuklinken, ist twitter sehr gut geeignet (siehe beranet bei twitter).

Natürlich müssen Social Media Präsenzen gepflegt und betreut werden, nur so entfalten sie ihre gewünschte Wirkung. Daher sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, welche Ziele Sie mit dem Einsatz von Social Media verfolgen, wieviel Zeit und Kreativität Sie dafür aufwenden möchten sowie von welchen Quellen und für welche Zielgruppe(n) die Inhalte bereitgestellt werden. Allen Social Media Anwendungen gemein ist die Möglichkeit, direkt in Interaktion mit der Zielgruppe zu treten, sei es über Kommentare oder private Nachrichten. Hierbei sollte abgewogen werden, welche Art von Feedback erwartet und gewünscht ist, wie Zielgruppen adressiert werden und inwieweit auf “Störungen” (Spam, Beschwerden, unerwünschte Inhalte) regiert werden kann. Sie sehen, ein Social Media Projekt bedürfen einiger Planung um zu funktionieren.

Als kleiner Leitfaden können vielleicht diese Punkte dienen:

Planung
1. Zweck des Einsatzes von Social Media definieren.
2. Zielgruppe(n) definieren.
3. Entwicklung eines Konzepts für die Zielgruppenansprache.
4. Auswahl geeigneter Medien oder Kombinationen.


Umsetzung

1. Integration von „Social Plugins“ in eigene Webauftritte.
2. Verknüpfung bestehender Inhalte/Strukturen mit Web2.0-Angeboten.
3. Erstellung und Pflege „neuer“ Inhalte, z.B. Tweets.
4. Einwicklung eigener Applikationen für facebook.


Betreuung

1. Einsatz effektiver Tools wie Tweetdeck erlaubt Synchronisierung versch. Webangebote.
2. Kommunikation mit Netzgemeinschaft: Kundenfeedback, Anfragen, Kritik.
3. Ggf. Ausbau der eigenen Präsenzen (Diskussionsbereich in facebook)
4. Einbinden der Social Media Angebote in die gesamte Kommunikation als festen Bestandteil.

Sie haben Interesse, ein eigenes Social Media Projekt umzusetzen? Wir beraten, konzipieren, setzen um und betreuen Sie gern.

Kontakt: Sascha Dinse
sascha.dinse@zone35.de
030/440 136 16.

Vorsicht vor Lockangeboten bei Facebook!

Dass Facebook mit dem Thema Datenschutz, sagen wir mal, sehr „offen“ umgeht, ist kein Geheimnis. In dem sozialen Netzwerk mit rund 750 Millionen Mitgliedern lauern aber noch ganz andere, größere Gefahren.

Wer bei Facebook ein paar Freunde angesammelt hat, wird täglich mit hunderten neuen Einträgen “zugemüllt”. Diese werden oft in sekundenschnelle überflogen, hier und da kurz angeklickt, der “Gefällt Mir-Button” wird gedrückt und ein flüchtiger Kommentar getippt.

Unter den vermeintlichen Einträgen von Freunden finden sich oft auch merkwürdig daherkommende Angebote wie „Schau dir an, wer auf deinem Profil war“ oder „Installiere den Dislike-Button“. Auch diese – zugegeben verlockenden – Beiträge werden in der Eile bedenkenlos angeklickt. Dahinter steckt aber meist nicht Facebook selbst, sondern externe „Anbieter“, die die Neugier und die Leichtfertigkeit der User ausnutzen. So führen derartige Angebote oft auf infizierte Websites oder fordern zum Download von virenverseuchten Programmen auf. Von diesen fiesen „Facebook-Fallen“ kursieren schier unendlich viele im sozialen Netzwerk.

Damit Sie nicht auch in eine solche Falle tappen, lesen Sie mehr auf spiegel.de.
Und: immer schön skeptisch bleiben!;)

Platzhirsche und Newcomer

Vielleicht haben Sie es mitbekommen, Google startet gerade einen Großangriff auf den Moloch facebook, der mittlerweile angeblich 750 Millionen Nutzer weltweit zählt. Einer über (Achtung: Ironie) facebook erhaltenen Einladung von einer Freundin sei Dank bin ich auch dabei. “Google +” heißt das, was Google sich ausgedacht hat und auf den ersten Blick erinnert die Oberfläche sehr an die Konkurrenz. Auch bei Google + gibt es einen “Stream”, eine Übersichtsseite, in der alle Inhalte meiner Kontakt zu finden sind, sowie eine eigene Profilseite, auf der ich meine Inhalte sehen kann.

Die Änderungen (Verbesserungen?) gegenüber facebook liegen denn auch eher im Detail, zumindest von außen betrachtet. Google + erlaubt es, Freunde und andere Kontakt sehr intuitiv in “Circles” zu organisieren. Hier bekommt der Begriff des “Freundeskreises” eine ganz neue Bedeutung. Ich kann meine Kontakt z.B. nach “Freunden”, “Bekannten”, “Arbeitskollegen” oder ähnlichem kategorisieren und im Nachgang für alle Inhalte, die ich veröffentliche festlegen, welche(r) dieser Circles diese sehen darf. Ähnliches geht bei facebook auch, ist aber weniger intuitiv.

Google + befindet sich derzeit in einer (mehr oder weniger) geschlossenen Beta-Phase, d.h. das Netzwerk ist noch nicht fertig. In sehr kurzen Abständen werden neue Funktionen implementiert und Fehler ausgemerzt.

Ob Google + sich langfristig gegen facebook wird behaupten können, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob das Netzwerk eine kritische Masse an Nutzern sammeln kann. Diese tummeln sich derzeit wahrscheinlich noch bei der Konkurrenz und es ist mehr als fraglich, wieviele facebook-Nutzer sich von der zugegeben schicken Präsentation (die lightbox beim Anschauen von Bildern ist wirklich schön) des Google-Konkurrenten abwerben lassen.

Wer bislang keine Lust auf facebook hatte wegen der mehr als schwammigen Auskünfte zu Datenspeicherung und -aufbewahrung, den wird es ganz sicher nicht zu Google + ziehen, da hinter diesem Netzwerk ein noch größerer Datensammler steht. Es bleibt abzuwarten, wann die ersten Google-Ads auf den Nutzerprofilen erscheinen, denn irgendwie muss Google mit seinem Netzwerk ja auch Geld verdienen. Bis dahin sehe ich Google + als Experiment an und bin gespannt, ob man davon in einem Jahr noch reden wird.

Gesichtererkennung bei Facebook

Still und heimlich hat Facebook mal wieder einen neuen „Dienst“ für die deutsche Community aktiviert. Die Gesichtererkennung. In den USA wird dieser Service schon länger betrieben.

Praktisch heißt das: Wenn Sie ein Foto einstellen, gleicht Facebook dieses automatisch mit bereits vorhandenen Bildern ab und schlägt Ihnen Personen vor, die Sie auf dem Foto markieren können. Die Markier-Funktion wird damit deutlich vereinfacht (kaum zu glauben, aber genau das haben sich tatsächlich User gewünscht).

Besonders fies, aber typisch für Facebook: Die Nutzer werden nicht über die Einführung des Dienstes informiert, der Dienst ist aber automatisch bei jedem aktiviert. Die Deaktivierung der Gesichtererkennung muss jeder User selbst über die unübersichtlichen Privatsphäre-Einstellungen vornehmen. Facebook baut mit dieser Taktik offenbar darauf, dass die Abschaltung den Usern zu umständlich ist oder sie sich dieser Möglichkeit erst gar nicht bewusst werden und den Dienst somit unbewusst untersützen. Hier ein Video, wie Sie den Service mit einigen Klicks abstellen können:

Bisher ist die Gesichtererkennung noch auf den Freundeskreis beschränkt, eine Ausweitung auf Freundesfreunde ist aber nicht ausgeschlossen. Wenn man dieses Szenario weiterspinnt, wie welt.de das getan hat, kann man auf gruselige, aber nicht unrealistische Zukunftsvisionen kommen:

So könnten Smartphonebesitzer beim Bummel durch die Fußgängerzone wildfremde Menschen ablichten und auf diesem Wege Zugriff auf sämtliche Informationen erhalten, welche diese im Internet hinterlassen haben.