So manche Fernsehsendung hat in den letzten Monaten und Jahren darauf hingewiesen, dass das Einstellen privater Informationen in soziale Netzwerke wie facebook mittlerweile häufig Einfluss auf den Ausgang einer Bewerbung bei einem Unternehmen haben kann. Viele, gerade junge Menschen, sind sich der Risiken von sozialen Netzwerken nicht bewusst und sind dementsprechend peinlich berührt, wenn der potentielle Arbeitgeber Fragen nach Fotos von feuchtfröhlichen Parties stellt, die er öffentlich zugänglich beispielsweise bei StudiVZ entdeckt hat.
Damit soll nun Schluss sein, wie heise.de schreibt. Ein entsprechender Gesetzesentwurf des Innenministeriums liegt vor.
So darf ein Arbeitgeber künftig keine Daten mehr aus sozialen Internet-Netzwerken wie Facebook erheben, um sich über den Kandidaten zu informieren.
Ja, ich bin einer von denen, die nach Feierabend, kurz vor dem Zu-Bett-Gehen, für eine Stunde, manchmal auch zwei, in virtuelle Welten abtauchen und dort spannende Geschichten erleben oder gemeinsam mit anderen Spielern um den Sieg wetteifern. Ich bin online nicht unter meinem “Klarnamen” aktiv, sondern unter Pseudonym. Nun ist es mit ein wenig Recherche recht einfach, herauszufinden, wie zumindest eines meiner Netz-Alter-Egos heißt, aber dies sei mal dahingestellt. Ich entscheide mich aus bestimmten Gründen dafür, im Netz unter anderem Namen aufzutreten. Das hat weniger mit der Angst vor Identifizierung meiner Person, sondern vielmehr mit der Welt zu tun, in die ich mich begebe. Meine Identität aus der “echten” Welt (wenn es sowas gibt) spielt beim Spielen im Netz keine Rolle.
So kommuniziere ich auch in Foren oder Blogs oder bei Twitter unter meinem Pseudonym, weil ich es so gewohnt bin und es im Spielkontext auch sinnvoll finde. So treffen sich die Spieler, die eben noch online einander gejagt oder geholfen haben, auch im Forum unter Ihren “Nicknames” wieder.
Blizzard, Betreiber eines der (in der westlichen Welt) populärsten Online-Rollenspiele (”World of Warcraft”), verlangt seinen Kunden nun ab, in den Foren zum Spiel nur noch unter Klarnamen zu kommunizieren.
Die Entwicklung der Sozialen Medien hat in den letzten Jahren nicht nur die Kommunikationsgewohnheiten von Millionen Menschen, sondern auch die von Unternehmen verändert. Die Reichweiten und die Vorteile für Marketing, Akquise und die Pflege von Kontakten stehen dabei im Vordergrund. Der folgende Videoclip (englische Texte) illustriert diese Entwicklungen anschaulich. Die Musik sollten können Sie getrost abschalten, der Clip funktioniert ohne Ton.
Da hört man quasi jeden Tag vom “Web2.0″ und seinen tollen Möglichkeiten, malt sich aus, wie Unternehmen sich dort kostengünstig und multimedial präsentieren können, neue Kunden akquirieren und bestehende binden, wie Twitter als superschneller Informationskanal und facebook als Werbefläche mit sagenhaften 500 Millionen potentiellen Adressaten eingesetzt werden…und nun diese ernüchternde Aussage: Nur jedes dritte deutsche Unternehmen hat eine Social Media Strategie.
Gestern berichtete Monitor in einem gut acht Minuten langen Beitrag über den Datenschutz (oder eben über die Abwesenheit desselben) beim auch in Deutschland sehr populären Netzwerk “facebook”. Der informative Beitrag setzte zwar veraltetes Bildmaterial ein (das Interface von facebook sieht seit einiger Zeit anders aus, vgl. 1:30 min im Beitrag, dort sieht man die alte Navigation) war aber ansonsten gut recherchiert und kam ohne unsachliche Panikmache aus.
Was auch denjenigen, die sich bisher wenig oder gar nicht mit facebook auseinandergesetzt haben, hoffentlich nach dem Anschauen des Beitrags klar wird: “Privatheit” existiert im Internet nicht. “Privat – das war gestern”, sagt Sonia Seymour Mikich in der Einführung zum folgenden Beitrag. Damit liegt sie meiner Meinung nach nur halb richtig.
Eigentlich war privat vorgestern. Heute ist man nämlich unter Umständen nicht mehr selbst dafür verantwortlich, wenn die eigenen personenbezogenen Daten ungewollt im Netz landen.
Facebook kommt momentan nicht aus den (negativen) Schlagzeilen heraus. Dabei ist es nicht so, dass man eigene Inhalte nicht vor dem Zugriff anderer User effektiv schützen könnte, die Einstellungen dazu sind lediglich teils gut versteckt und teils schwer zu verstehen.
“Sie wollen ein neues soziales Netzwerk programmieren, mit offenem Quellcode, mit umfangreichem Datenschutz und starker Verschlüsselung.”
Soweit, so gut. Über facebooks Einstellung zum Datenschutz wurde in den vergangenen Wochen und Monaten viel geschrieben und geredet. Geben Sie auf twitter.com doch mal “facebook datenschutz” als Suchbegriff ein.
Datenschutz, Verschlüsselung, offener Code, jeder soll genau bestimmen können, was mit wem geteilt wird. Das klingt gut, aber ich bin dennoch skeptisch. Diaspora (griech.: Verstreutheit) soll ein peer-to-peer Netz werden, bei dem keine einheitlichen Server verwendet werden (wie es bei facebook der Fall ist), vielmehr soll quasi jeder Nutzer seinen “eigenen” Server betreiben. Abgesehen von technischen Schwierigkeiten (Portfreigabe im Router, Firewalleinstellungen…) haben peer-to-peer Netze nicht nur in Deutschland einen schlechten Ruf, werden sie doch häufig zum illegalen Verbreiten von Filmen oder Musik genutzt (vgl. filesharing).
Es ist soweit. Ab sofort finden Sie uns auch bei facebook. Dort führen wir alle Informationen von unserem Blog und dem beranet-Twitteraccount zusammen, so dass Sie sich auf einen Blick informieren können.
Wenn Ihnen unsere facebook-Seite gefällt, klicken Sie einfach den entsprechenden Button dort. Sie können zu allen Inhalten Kommentare hinterlassen und so nun auch über das große Social Network facebook mit uns Kontakt aufnehmen.
INFO: Sollten Sie keinen facebook-Account besitzen und auch nicht beabsichtigen, sich jemals einen solchen zuzulegen, können Sie diesen Artikel einfach überspringen. Müssen Sie aber nicht.