Teil II/IV: Die „Erwerbstätige Medienpragmatikerin“

Wie der Name schon sagt, steht dieser Typ von Klient mit beiden Beinen fest im Berufsleben. Er oder sie ist gut ausgebildet und hat schon so seine Erfahrungen in der Welt gemacht. Entgegen dem Klischee, ist der Erwerbstätige Medienpragmatiker weder jung, noch technikaffin. Er ist dem Jugendalter schon lange entwachsen und sieht Technik und Internet lediglich als „Mittel zum Zweck“. Die Pragmatiker hätten auch keine Scheu, eine Beratungsstelle aufzusuchen, wenn sie die Zeit dazu hätten.

Dementsprechend sind auch die Erwartungen an die Online-Beratung völlig andere, als die der anderen Kliententypen. Dr. Marc Weinhardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft und Begründer der Kliententypen, beschreibt diese so:

Zeitliche Flexibilität und die Geschwindigkeit des Mediums sind ihnen im Unterschied zu den anderen KlientInnentypen am wichtigsten.[…]Sie finden E-Mail-Beratung praktisch, weil der Zwang nach terminlichen Absprachen entfällt. http://e-beratungsjournal.net

Und auch die Anliegen, mit denen Erwerbstätige Medienpragmatikerinnen sich an die Berater wenden, unterscheiden sich: Eine voll berufstätige Mittdreißigerin, vielleicht alleinerziehend mit zwei Kindern und Einfamilienhaus, hat eben andere Sorgen, als eine 13-jährige Hauptschülerin. Weinhardt beschreibt sie grob als „komplexe soziale Problemlagen“.

Genauso unterschiedlich erfolgt dann auch die Beratung. Denn die Erwerbstätige Medienpragmatikerin bringt schon einen über die Jahre gut gefüllten Rucksack an Erfahrungen und verwobenen Problemen mit, den es auszupacken gilt. Hier hat der Berater ganz andere Ansatzmöglichkeiten und braucht vielleicht etwas länger, um die Hintergründe zu erforschen.

Haben Sie schon mal so einen Typen beraten?

(Worum geht es hier eigentlich?)

1 Kommentar bisher »

  1. Tim sagte

    am 27. April 2012 um 21:08

    hallo, wirklich interessant, wie ihr die mandanten in schubladen steckt. das ist fast so, wie beim knigge, der im umgang mit menschen auch viele schubladen aufzeigt. ich bin mir fast sicher, dass mit mit der klassifizierung schneller zum ziel kommt, weil man dann gewisse schritte systematisch abarbeiten kann. aber die hauptherausforderung ist doch herauszufinden, in welche schublade man den mandanten steckt, er muss sich ja öffnen, sonst wird es schwer. oder irre ich mich. voran erkennt man eigentlich schnell selbstbewußtsein und gespieltes selbstbewusstsein?

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