Archiv für November, 2011

Unterwanderung von rechts

Dass Neonazis und andere Vertreter rechten Gedankenguts sich gern moderner Kommunikationsmittel bedienen, um braune Propaganda zu verteilen, ist (leider) keine neue Erkenntnis. Doch die Qualität und Reichweite dieser Netz-Aktivitäten vom brauen Rand der Gesellschaft nimmt durch die Unterwanderung Sozialer Netzwerke zunehmend beängstigende Formen an. Längst ist es nicht mehr so, dass eine Nazi-Seite auf den ersten Blick zu erkennen wäre, vielmehr verstecken sich rechte Ideologie und demokratiefeindliches Gedankengut heute hinter Parolen gegen “Kinderschänder”, den Euro und ähnliches.

Wie heute zu lesen, haben derartige Seiten bei facebook mehrere zehntauend Anhänger, die dort “gefällt mir” geklickt haben. Es ist anzunehmen, dass nur ein Bruchteil dieser Menschen weiß oder auch nur ahnt, dass hier ein starker Wind von rechts weht. Jeder, der ohne einen Blick hinter die Kulissen zu wagen, “gefällt mir” auf einer solchen Seite klickt, öffnet sein Profil für von braunem Denken durchsetzte Inhalte. Das wirklich Schlimme daran ist, dass die Inhalte auf eine subtile und schleichende Weise ins Bewusstsein der Menschen gelangen. Wenn man nur oft genug hört, dass der böse Euro schuld an allen Krisen ist, dann glaubt man´s irgendwann, bis schließlich auch ein Austritt aus der bösen (weil ja vom Euro regierten) EU gar nicht mehr so absurd erscheinen mag.

Hier wird mit emotionalen Mitteln politische Propaganda betrieben und jeder, der “gefällt mir” anklickt, macht sich selbst zum Werkzeug. Dies nutzt auf perfide Weise die Strukturen des Web2.0 für die Verbreitung demokratiefeindlichen, rassistischen und extremen Gedankengutes. Wie so oft im Leben lohnt hier ein zweiter oder dritter Blick auf das, was auf derartigen Seiten (nicht nur bei facebook) geschrieben steht. Hinter den vermeintlichen Kinderschützern stecken oft (natürlich nicht immer) Nazis, die sich hier ein dankbares Thema aussuchen, denn natürlich findet jeder Kinderschänder (wobei hier schon der gewählte Begriff herabwürdigen und stigmatisieren soll) abstoßend. Aber spätestens bei Rufen nach der Todesstrafe, die in unserem Land seit langem abgeschafft ist, und das aus guten Gründen, sollte, nein muss man hellhörig werden. Hier offenbart sich, unter dem Deckmantel des Gutmenschentums, die wirkliche Gesinnung und Absicht, die langsame aber konsequente Demontage demokratischer Grundsätze und Strukturen.

Beinahe alle Netzwerke bieten Möglichkeiten, Inhalte zu “melden”, die Ihnen aus irgend einem Grund verdächtig vorkommen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, denn nur auf diesem Wege kann im Netz rechtes Gedankengut bekämpft werden. Wer wegschaut und nichts tut, billigt stillschweigend, dass rechte Propaganda weiter das Netz verpestet.

Wenn Sie anonyme Beratung zum Thema in Anspruch nehmen möchten, steht Ihnen die “Online-Beratung gegen Rechtsextremismus” gern zur Verfügung.

Der Computer als bester Freund des Menschen?

In Zeiten, in denen internetsüchtige Jugendliche wahllos Computer hacken, in denen der Staat Zugang zu all unseren Heimcomputern hat und in denen soziale Netzwerke mit den Daten ihrer Mitglieder tun und lassen können, was sie wollen, fühlen sich Technikskeptiker bestätigt. Das Internet und die Maschinen scheinen sich gegen uns verschworen zu haben. Nichts ist mehr sicher. Am besten alles abschalten.

Doch die Technik bringt auch Gutes hervor. So arbeiten US-Forscher gerade an einer virtuellen Krankenschwester, die sich rund um die Uhr um das Wohl der Patienten kümmert und jederzeit für einen Plausch über das Wetter bereit ist. Erstaunlicherweise kommt „Elizabeth“ gerade bei “Technophoben” gut an, berichtet der Entwicklungsleiter Timothy Bickmore:

„Ältere Menschen scheinen besonders darauf anzusprechen“ […]„Sie hätten am liebsten noch länger mit dem Programm geredet, als wir ihnen erlaubt haben.“

Einem ähnlichen Ansatz folgend und schon erfolgreich im Einsatz ist die Therapierobbe Paro, ein flauschiger Roboter, der einem Heuler nachempfunden ist und bei der Pflege von Demenzkranken hilft.

Auch behinderte Menschen profitieren von den neuen Entwicklungen. So haben sich körperlich und auch psychisch Beeinträchtigte in der virtuellen Welt „Second Life“ einen eigenen Ort geschaffen, wo sie sich treffen und mit anderen, auch gesunden Menschen, austauschen – ganz ohne Vorurteile und ungewolltes Mitleid. Eine begeisterte Second Life-Nutzerin erzählt der taz von ihrem Leben in der Parallelwelt:

“[...]seit ich im Rollstuhl sitze, komme ich nicht mehr viel raus. Also habe ich nun hier ein Büro unter freiem Himmel. Wir sitzen in einer Dschungelszene, es gibt Palmen, und es ist sehr grün. Ich bin wirklich sehr gern hier.”

Und als wäre das alles nicht schon genug des Guten, gibt es auch noch Apps, die fit machen und trockene Alkoholiker vor dem Rückfall bewahren.

Nach dieser Bilanz kann sich der Hund als bester Freund des Menschen warm anziehen!

“Vielfalt, Mann!” – Hamburger Modellprojekt geht online

Das Hamburger Modellprojekt “MEHR Männer in Kitas” ist vor einigen Tagen mit einer niegel-nagel-neuen Website online gegangen. Unter www.vielfalt-mann.de finden Interessierte Infos rund um Ausbildung oder Quereinstieg im Kita-Bereich.

Die Website präsentiert sich dabei modern und dynamisch, Videoclips und Bildergalerien bieten direkte Eindrücke von der Arbeit in der Kita. Getreu dem Motto “Sei alles, werde Erzieher!” hat es sich das Hamburger Modellprojekt zur Aufgabe gemacht (nicht nur) junge Menschen für die Arbeit im Kita-Bereich zu begeistern.

Vielleicht fragen sie sich gerade, was diese zugegeben schicke Seite mit beranet zu tun hat? Nun ja, konzipiert, gestaltet und umgesetzt wurde die Website des Hamburger Modellprojekts von zone35 Gmbh & Co. KG, der Mutteragentur von beranet. Sie sehen, wir sind neben der Online-Beratung auch auf anderen Feldern aktiv und setzen dort Maßstäbe, was Design und Bedienbarkeit angeht.

Wenn man es beim Umsetzen eines solchen Projekts dann auch noch mit so netten Zeitgenossen (und -genossinnen) wie in diesem Fall zu tun hat, macht das Arbeiten gleich doppelt so viel Spaß. In diesem Sinne, besuchen Sie doch einmal www.vielfalt-mann.de oder empfehlen Sie die Seite weiter.

Danke!

Was macht eigentlich StudiVZ?

Alle reden von Facebook und Google+, aber was ist eigentlich mit dem guten alten StudiVZ? Die Nutzer verlassen das Netzwerk wie die sprichwörtlichen Ratten das sinkende Schiff und entern die moderneren Versionen. Aus Faulheit bleiben viele aber als Karteileichen zurück. Auch bei mir ist das ähnlich. Studi benutze ich nur noch für die Kommunikation mit Freunden, die noch nicht bei Facebook sind – und das werden immer weniger.

Auch wenn medial von allen Seiten auf Facebook eingedroschen wird (meist zu Recht!), irgendetwas scheint es ja richtig zu machen… oder studi falsch. Denn StudiVZ hatte, als Facebook zu uns rüberschwappte, sehr wohl eine Chance, seine Nutzer zum Bleiben zu bewegen. Denn die meisten führten zunächst parallel ein Profil auf beiden Netzwerken. Ich persönlich schätze studi nach wie vor wegen weniger (offensichtlichem) Datensammeln und mehr Übersichtlichkeit. Doch jetzt, wo auch die letzten meiner Freunde zu Facebook übergesiedelt sind, habe ich mehr und mehr das Gefühl bei StudiVZ Selbstgespräche zu führen. Auch VZ-Geschäftsführer Clemens Riedl gesteht ein, dass die Rückholung von ehemaligen Nutzern aussichtslos ist.

„Wir glauben nicht, dass die Nutzer von Facebook zurückkommen. Wir müssen uns auf die konzentrieren, die noch da sind.”

Deshalb wollen sich die Netzwerke – denn genau genommen sind neben studivz ja auch noch meinvz und schülervz betroffen – künftig eine Nische suchen, die die Konkurrenz noch nicht besetzt hat. Diese Nischenpolitik hat studi aber schon einmal verfolgt und mündete in der Aufsplittung von studi in die drei Netzwerke. Was sich nicht bewährt hat – wie man heute sieht.

Konsequent und professionell umgesetzt, könnte dies aber tatsächlich funktionieren. Doch was das Unternehmen bisher von seinen Neuerungen verraten hat und was man momentan selbst im Netzwerk testen kann, zeigt wenig Innovation (jeder User kann zur Zeit zwischen alter und neuer Version wechseln). Farblich  wurde von orange in sterileres weiß-rot gewechselt, Gruppen heißen nun Themen. Auffällt, dass studi sich an mehr Interaktion à la Facebook versucht, so bekommt man interessante Themen und Personen vorgeschlagen und es gibt einen Gruppenchat.

Ob sich SudiVZ neu positionieren kann, wird sich zeigen. Facebook hat aber einige klare Vorteile: innovative Technik und Internationalität. Zwar empfinde ich die ständigen technischen Neuerungen als eher störend…  die Internationalität ist aber der Grund, weshalb ich überhaupt zu Facebook gewechselt habe: Ich kann mit Menschen aus aller Welt Kontakt halten und sogar spontan mit Freunden aus Kenia auf Kiswahili chatten.

Trotz allem hat StudiVZ einen klaren Vorteil, den es zu nutzen gilt. Das schlechte Image von Facebook dank freizügiger Datenweitergabe. Der Konkurrent gerät momentan mehr und mehr in’s Fadenkreuz von Datenschützern, muss sich vor Gericht verantworten und viele Nutzer sind zumindest etwas vorsichtiger geworden. Wenn StudiVZ es schafft, sich ein Anti-Datenverkauf-Image zuzulegen statt auf die plumpe und nicht erfolgversprechende Nachmache von Facebook zu setzen, hätte es reelle Chancen, neue, skeptische Mitglieder anzuwerben oder gar zurückzuholen.

Und noch etwas zum Schmunzeln: Angesichts der aktuellen Facebook-Kontroverse wirkt ein Artikel der taz von 2007 über das böse StudiVZ und seine Gefahren unfreiwillig komisch: Vom StalkerVZ zum StasiVZ

NEU: Statistik, Export für Einzelchattermine

beranet bietet seit dem letzten Update vom 27.10.2011 neue Funktionen, so ist nun endlich die Statistik für das neue beranet verfügbar und ab sofort können Termine von Einzelchats auch exportiert werden. Daneben möchten wir Ihnen hier eine Funktion noch einmal ans Herz legen, die bislang ein Schattendasein fristet. Zu Unrecht! Die Rede ist von der Merkliste.

Statistik – Werten Sie Ihre Daten aus!

Schon seit geraumer Weile angekündigt, ist sie nun endlich fertig: die Statistik für das neue beranet. Frisch aufpoliert bietet sie nun auch erstmals ein grafische Darstellung von Verläufen, wie z.B. die Anzahl der neu angemeldeten Klient_innen Ihrer Beratungsstelle in einer Jahresübersicht. Definieren Sie einfach den gewünschten Zeitraum um beranet stellt die Anzahl der eingegangenen, beantworteten und gelesenen Mailanfragen übersichtlich dar. So lassen sich schnell Probleme ausmachen und Sie erkennen nun viel früher als mit der alten Version der Statistik Schwankungen in der Häufigkeit der Mailanfragen. Natürlich bietet die beranet-Statistik die Möglichkeit eines Exports der erhobenen Daten, so haben Sie die Möglichkeit, für die definierten Zeiträume alle Monitorings, die Daten aller neuen und aller beratenen Klienten als Excel-kompatible Dateien zu speichern.

Exportfunktion für Einzelchattermine
Eine neue Funktion ist die Exportmöglichkeit für Einzelchattermine. Auf Knopfdruck generieren Sie sich eine Excel-kompatible Liste der Termine inkl. Angaben zum Termin, zum Status (frei oder belegt) und weiteren Infos.

Zwar keine neue Funktion, aber doch wert, hier noch einmal vorgestellt zu werden:
Die Merkliste – das unscheinbare Helferlein
Kennen Sie die beranet-Merkliste? Mit Hilfe dieser können Sie gezielt Klient_innen markieren und aus den so “gemerkten” Klient_innen eine neue Gruppe erstellen, ihre Daten ausdrucken oder eine Kurznachricht an all senden. Ersparen Sie sich das mühsame Suchen, markieren Sie Klient_innen, indem Sie das Klient_innenkontextmenü einsetzen, erkennbar durch ein orangenes Dreieck neben dem Namen. Ein Klick darauf offenbart eine Reihe von Komfortfunktionen, unter anderem die Merkliste. Zur Merkliste selbst gelangen Sie über die Multifunktionsleiste unterhalb der Hauptnavigation auf der rechten Seite.

Sie haben Wünsche, Anregungen oder Ideen für neue oder verbesserte Funktionen? Wenden Sie sich einfach an uns unter info@beranet.de oder 030/440 136 0. Vielen Dank!

Telefonseelsorge Österreich setzt auf beranet

Die Telefonseelsorge Österreich startet ab Januar 2012 mit der Online-Beratung und setzt dabei auf beranetCMS!

Wir freuen uns, dass die TS Österreich ab Januar 2012 mit beranet beraten wird. Speziell auf die Bedürnisse der Telefonseelsorge zugeschnitten, haben wir ein individuelles Plugin für beranet programmiert, den so genannten “Ressourcenplaner”. Dieser ermöglicht es der Telefonseelsorge, eingehende Mailanfragen automatisch verfügbaren Berater_innen zuzuweisen, ohne dass diese oder ein Admin selbst tätig werden müssen. Jede/r Berater/in kann dafür ein persönliches Kapazitätslimit pro Kalenderwoche angeben, welches in die Gesamtressourcen der Beratungsstelle einfließt. Eingehende Mails werden dann reihum an verfügbare Berater_innen (die also aktiv sind und auch freie Kapazitäten aufweisen) zugewiesen. Diese automatische, dynamische Verteilung wird dafür sorgen, dass die bis zu 100 (!) Berater_innen der TS Österreich fair und gleichmäßig mit Anfragen versorgt werden und niemand zu viel oder zu wenig zu tun hat.

Folgeanfragen von Klient_innen (also alle Anfragen nach der allerersten) werden dabei besonders behandelt, diese werden immer dem Berater/der Beraterin zugewiesen, der/die zuletzt Kontakt zum dem Klienten hat. Somit haben Klient_innen theoretisch “Stammberater_innen”, die sie durch den gesamten Beratungsverlauf begleiten.

Nach dem Start des Online-Beratungsportals der TS Österreich stellen wir das Projekt noch einmal ausführlicher vor.

RTFM! oder: Das beranet-Handbuch kommt!

Die zugegeben etwas derbe Aufforderung “RTFM!” oder “read the f****** manual!” für “Lies das verdammte Handbuch!” ist ein Spruch, der sich häufig als geflügeltes Wort in IT-Kreisen findet. Zumeist wird damit darauf angespielt, dass Nutzer von Software Fragen stellen, die sich durch die Lektüre des Handbuchs beantworten ließen. Nun ja, wir müssen zugeben, dass Nutzer_innen des neuen beranet bislang kein Handbuch lesen konnten, weil es noch keins gibt gab. Das ändert sich Mitte November.

Berater_innen, die das neue beranet einsetzen, können demnächst all das, was in den Schulungen vermittelt wird, noch einmal in Schriftform nachlesen: das beranet-Handbuch kommt! Sie finden in diesem natürlich eine Erklärung aller Funktionen, die beranet bietet, viele wissenswerte Infos rund um die Online-Beratung und Tipps & Tricks aus dem beranet-Nähkästchen. Das Handbuch wird Ihnen als PDF-Dokument direkt in beranet zur Verfügung stehen. Sie können es unter dem Punkt “Hilfe” im Backend von beranet aufrufen, dazu schauen Sie in die kleine Multifunktionsleiste unterhalb der Hauptnavigation. Den Punkt “Hilfe” finden Sie dort ganz rechts.

Ab Mitte November stellen wir das Handbuch in digitaler und Printvariante bereit. Jede Einrichtung, die bereits das neue System nutzt, kann bei uns die Handbücher für ihre Berater_innen anfordern, wir versenden diese dann per Post. Ansonsten steht das Handbuch immer dort zur Verfügung, wo Sie es brauchen: direkt in beranet.

beranet bietet jetzt erweitertes Zugriffsrechtekonzept

…oder: Ich sehe was, was Du nicht siehst. Das neue beranet bietet jetzt ein erweitertes Zugriffsrechtskonzept für die Mailberatung.

Stillstand? Nicht mit uns. Wir entwickeln beranet ständig weiter, wie Sie auch an den Patchnotes im Backend (klicken Sie auf die Versionsnummer im Kopfbereich) erkennen können. Ab sofort können die Admins aller Beratungsstellen, die bereits das neue beranet nutzen (hier finden Sie Infos, warum ein Umstieg in jedem Fall lohnenswert ist), unter dem Punkt “Einstellungen” => “Mailberatung” den neuen Menüpunkt “Zugriff auf Mailanfragen und -antworten” konfigurieren.

Dabei stehen folgende Möglichkeiten zur Wahl:

  • ganz offen
    In dieser Einstellung sind sowohl eingehende (“freie”) als auch übernommene, sowie alle Antworten und Entwürfe von Berater_innen innerhalb einer Beratungsstelle sichtbar. Das bedeutet, dass das Beraterteam gegenseitig jederzeit uneingeschränkt Einblick in die Arbeit aller Kolleg_innen nehmen kann. Bitte beachten Sie, dass eventuell eine Anpassung Ihrer Nutzungsbedingungen nötig ist, wenn Sie diese Funktion aktivieren.
  • offenes System (Standard)
    Dies ist die bekannte Standardeinstellung von beranet, die jede Beratungsstelle bisher einsetzt. Dabei sind neu eingehende Anfragen für alle Berater_innen lesbar, dies gilt auch für Anfragen, die gerade in Bearbeitung sind. Antworten und Entwürfe hingegen sind nicht für die Kolleg_innen einsehbar.
  • eingeschränkter Zugriff
    Hierbei bleiben eingehende Anfragen zunächst für alle Mitglieder des Berater_innenteams lesbar, sind Anfragen jedoch “übernommen”, können diese nicht mehr von den anderen Kolleg_innen eingesehen werden. Der Administrator darf übernommene Anfragen zwar ggf. anderen Berater_innen zuweisen, darf den Inhalt von Anfrage und Antwort jedoch selbst nicht lesen.
  • stark eingeschränkter Zugriff
    Die am stärksten restrikive Einstellung macht eingehende Anfragen nur für den Admin sichtbar, Berater_innen erhalten darauf erst Zugriff, wenn der Admin ihnen eine Anfrage zugewiesen hat. In dieser Einstellung ist ein manuelles “Übernehmen” der Anfragen durch die Berater_innen nicht möglich. Diese Variante ermöglicht maximalen Klienten- und Datenschutz, nimmt aber den Admin stärker als gewohnt in die Pflicht, die Verteilung der eingehenden Anfragen durchzuführen.

Der zusätzliche Status “AdministratorIn Mail”, der vom Admin einer Einrichtung vergeben werden kann, umgeht die Restriktionen des Zugriffskonzepts und erlaubt das Lesen aller Anfragen, Antworten und Entwürfe der Kolleg_innen einer Einrichtung. Für Supervisionszwecke kann der Admin diesen Status einem oder mehreren Kolleg_innen zuweisen.

Bei Fragen zum erweiterten Zugriffsrechtekonzept für die Mailberatung wenden Sie sich einfach an uns unter 030/440 136 0 oder unter info@beranet.de.

Online-Paarberatung für die Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Köln umgesetzt

Mit den beranet-Projekträumen lassen sich individuelle Beratungs- und Therapiewerkzeuge für die Online-Beratung einsetzen. Der erste Projektraum wurde nun für die Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Köln umgesetzt - der Projektraum Paarberatung.

Die Paarberatung ist ein fester Bestandteil des Beratungsangebotes der katholischen Ehe-, Familien- und Lebens-Beratungsstellen. Bisher boten Mail- und Chatberatung eine gute Möglichkeit Paare auch online beraten zu können cheap designer eyeglass frames. Dennoch haben auch die klassische Mail- und Chatberatung Ihre Grenzen. Weiterlesen »

„Minority Report“ wird Wirklichkeit: Kriminalitätsvorhersage dank Internet

Verbrechen zu bekämpfen, bevor sie passieren, das klingt gut und nützlich. Eine Zukunftsvision? Wie heise online kürzlich berichtete, arbeitet die US-Polizei bereits heute mit Methoden, um kriminelle Aktivitäten möglichst früh vorherzusagen – das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle.

Doch wer den Film „Minority Report“ gesehen hat, ist skeptisch. Im Film von 2002 geht es genau um diese Thematik. Künftige Morde werden von übernatürlichen Wesen vorhergesagt. Dadurch hat die Polizei die Möglichkeit, die Täter, noch bevor sie zu Tätern werden, zu schnappen. So gibt es keine Opfer mehr. Doch das System ist fehlerhaft. Unschuldige werden verurteilt. Das wäre in der Realität in Ländern mit Todesstrafe besonders brisant… Schon heute gibt es genug unschuldig verurteilte.

Tom Cruise (ich mag ihn nicht, aber der Film ist wirklich spannend) veranschaulicht die Problematik im Film an Hand einer Kugel. Er rollt sie eine Bahn entlang, reflexartig fängt eine andere Person sie am Ende auf, bevor sie herunterfällt. „Wäre die Kugel wirklich heruntergefallen?“, fragt Cruise dann. Klar, denkt man zunächst, pure Physik. Doch übertragen auf die komplexe Welt der Verbrechen, ist diese Frage durchaus berechtigt. Wenn am Ende keine Morde begangen werden, weil vorher eingegriffen wurde, wie kann dann jemand dafür verantwortlich gemacht werden?

Ganz so krass wie im Film ist es in der Wirklichkeit aber (noch) nicht. Die Ermittler in den USA (und natürlich auch anderswo) stützen sich bei ihrer Arbeit besonders auf das Internet und soziale Netzwerke. Sie erfahren darüber beispielsweise, wann und wo sich berüchtigte Gangs treffen und wann es zu eventuellen Ausschreitungen kommen kann. Einsatzkräfte können dann rechtzeitig zur Stelle sein.

Eine solche Informationsanalyse, wie es der Fachmann nennt, ist aber auch nur möglich, wenn es Daten gibt und man auf sie zugreifen kann. Hier kommt das leidige Thema Staatstrojaner wieder in’s Spiel. Wie weit darf man bei der Überwachung gehen? Und ab wann steht der Datenschutz des Einzelnen hinter dem Interesse der Strafverfolgung oder Strafverhinderung?