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Beratungsstellen auf Facebook & Co.

Um Social Media kommt keiner drumrum – ob man will oder nicht. Selbst wenn ich kein Mitglied bei Facebook bin, so ist es gut möglich, dass dort Fotos von mir kursieren. Und ohne registriert zu sein, kann ich deren Verbreitung nicht einmal kontrollieren. Also lieber gleich selbst mitmischen;)

Auch Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen strömen mittlerweile in die sozialen Netzwerke, um für ihre Produkte und Kampagnen die Werbetrommel zu schlagen. Der Vorteil der Social Media: Sie sind kostengünstig und erreichen die Zielgruppe praktisch jederzeit und überall. Ich kann einen Markenturnschuh genauso „liken“, wie meine Lieblingsband oder einen Kommentar eines Freundes. Diese persönliche Ebene macht Facebook & Co als Werbeplattform so interessant.

So nutzen auch immer mehr Online-Beratungsstellen Social Media, um ihre Klientel zu erreichen. Naturgemäß ist es aber nicht für alle Angebote gleichermaßen sinnvoll, in sozialen Netzen aktiv zu werden. Beispielsweise werden Angebote, die sich an ältere oder generell wenig internetaffine Menschen richten, durch eine Seite auf Facebook kaum mehr Klienten ansprechen. Für alle anderen kann dies allerdings sinnvoll sein.

Aber auch wenn die Einrichtung einer Facebook-Seite prinzipiell für jeden kostenlos ist, muss ein Zeitaufwand für die Pflege des Auftritts eingeplant werden. Denn Interaktion und Schnelllebigkeit sind das A und O in den Netzwerken und eine allzu statische Seite wird kaum Fans gewinnen.

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, wie Beratungsstellen Social Media für sich nutzen können, lesen Sie den Artikel „Welt 2.0“ von Sascha Dinse in der Zeitschrift „Soziale Psychiatrie“.

Wird Facebook sozial? – Suizidprävention über’s soziale Netz

Mit einer aktuellen Neuerung tut das umstrittene Netzwerk diesmal zumindest etwas Gutes für seine Mitglieder. Allerdings bisher nur in Kanada und den USA.

Wie welt.de berichtet, hat Facebook in Zusammenarbeit mit der Nationalen Suizidprävention Lifeline eine Funktion entwickelt, die es Facebook-Freunden einfacher macht, auf Selbstmorddrohungen zu reagieren. Wenn ein Freund einen Verdacht meldet, wird dem Suizidgefährdeten automatisch eine E-Mail mit einer Notfall-Hotline und einem Link zu einem Beratungschat geschickt.

In Deutschland gibt es diese Funktion bisher noch nicht. Hier finden Freunde  lediglich Links zu entsprechenden Organisationen und ein Formular, mit dem man sich in einem solchen Fall an Facebook wenden kann. Die neue Funktion wäre deshalb auch hier wünschenswert, da sie ganz unkompliziert konkrete Hilfe für Suizidgefährdete anbietet. Und: Auch für die oft nur flüchtig bekannten Facebook-Freunde wird durch die komfortable Funktion die Hemmschwelle niedriger, Drohungen zu melden. Denn leider werden Suiziddrohungen in sozialen Netzen noch viel zu häufig ignoriert.

Unterwanderung von rechts

Dass Neonazis und andere Vertreter rechten Gedankenguts sich gern moderner Kommunikationsmittel bedienen, um braune Propaganda zu verteilen, ist (leider) keine neue Erkenntnis. Doch die Qualität und Reichweite dieser Netz-Aktivitäten vom brauen Rand der Gesellschaft nimmt durch die Unterwanderung Sozialer Netzwerke zunehmend beängstigende Formen an. Längst ist es nicht mehr so, dass eine Nazi-Seite auf den ersten Blick zu erkennen wäre, vielmehr verstecken sich rechte Ideologie und demokratiefeindliches Gedankengut heute hinter Parolen gegen “Kinderschänder”, den Euro und ähnliches.

Wie heute zu lesen, haben derartige Seiten bei facebook mehrere zehntauend Anhänger, die dort “gefällt mir” geklickt haben. Es ist anzunehmen, dass nur ein Bruchteil dieser Menschen weiß oder auch nur ahnt, dass hier ein starker Wind von rechts weht. Jeder, der ohne einen Blick hinter die Kulissen zu wagen, “gefällt mir” auf einer solchen Seite klickt, öffnet sein Profil für von braunem Denken durchsetzte Inhalte. Das wirklich Schlimme daran ist, dass die Inhalte auf eine subtile und schleichende Weise ins Bewusstsein der Menschen gelangen. Wenn man nur oft genug hört, dass der böse Euro schuld an allen Krisen ist, dann glaubt man´s irgendwann, bis schließlich auch ein Austritt aus der bösen (weil ja vom Euro regierten) EU gar nicht mehr so absurd erscheinen mag.

Hier wird mit emotionalen Mitteln politische Propaganda betrieben und jeder, der “gefällt mir” anklickt, macht sich selbst zum Werkzeug. Dies nutzt auf perfide Weise die Strukturen des Web2.0 für die Verbreitung demokratiefeindlichen, rassistischen und extremen Gedankengutes. Wie so oft im Leben lohnt hier ein zweiter oder dritter Blick auf das, was auf derartigen Seiten (nicht nur bei facebook) geschrieben steht. Hinter den vermeintlichen Kinderschützern stecken oft (natürlich nicht immer) Nazis, die sich hier ein dankbares Thema aussuchen, denn natürlich findet jeder Kinderschänder (wobei hier schon der gewählte Begriff herabwürdigen und stigmatisieren soll) abstoßend. Aber spätestens bei Rufen nach der Todesstrafe, die in unserem Land seit langem abgeschafft ist, und das aus guten Gründen, sollte, nein muss man hellhörig werden. Hier offenbart sich, unter dem Deckmantel des Gutmenschentums, die wirkliche Gesinnung und Absicht, die langsame aber konsequente Demontage demokratischer Grundsätze und Strukturen.

Beinahe alle Netzwerke bieten Möglichkeiten, Inhalte zu “melden”, die Ihnen aus irgend einem Grund verdächtig vorkommen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, denn nur auf diesem Wege kann im Netz rechtes Gedankengut bekämpft werden. Wer wegschaut und nichts tut, billigt stillschweigend, dass rechte Propaganda weiter das Netz verpestet.

Wenn Sie anonyme Beratung zum Thema in Anspruch nehmen möchten, steht Ihnen die “Online-Beratung gegen Rechtsextremismus” gern zur Verfügung.

Was macht eigentlich StudiVZ?

Alle reden von Facebook und Google+, aber was ist eigentlich mit dem guten alten StudiVZ? Die Nutzer verlassen das Netzwerk wie die sprichwörtlichen Ratten das sinkende Schiff und entern die moderneren Versionen. Aus Faulheit bleiben viele aber als Karteileichen zurück. Auch bei mir ist das ähnlich. Studi benutze ich nur noch für die Kommunikation mit Freunden, die noch nicht bei Facebook sind – und das werden immer weniger.

Auch wenn medial von allen Seiten auf Facebook eingedroschen wird (meist zu Recht!), irgendetwas scheint es ja richtig zu machen… oder studi falsch. Denn StudiVZ hatte, als Facebook zu uns rüberschwappte, sehr wohl eine Chance, seine Nutzer zum Bleiben zu bewegen. Denn die meisten führten zunächst parallel ein Profil auf beiden Netzwerken. Ich persönlich schätze studi nach wie vor wegen weniger (offensichtlichem) Datensammeln und mehr Übersichtlichkeit. Doch jetzt, wo auch die letzten meiner Freunde zu Facebook übergesiedelt sind, habe ich mehr und mehr das Gefühl bei StudiVZ Selbstgespräche zu führen. Auch VZ-Geschäftsführer Clemens Riedl gesteht ein, dass die Rückholung von ehemaligen Nutzern aussichtslos ist.

„Wir glauben nicht, dass die Nutzer von Facebook zurückkommen. Wir müssen uns auf die konzentrieren, die noch da sind.”

Deshalb wollen sich die Netzwerke – denn genau genommen sind neben studivz ja auch noch meinvz und schülervz betroffen – künftig eine Nische suchen, die die Konkurrenz noch nicht besetzt hat. Diese Nischenpolitik hat studi aber schon einmal verfolgt und mündete in der Aufsplittung von studi in die drei Netzwerke. Was sich nicht bewährt hat – wie man heute sieht.

Konsequent und professionell umgesetzt, könnte dies aber tatsächlich funktionieren. Doch was das Unternehmen bisher von seinen Neuerungen verraten hat und was man momentan selbst im Netzwerk testen kann, zeigt wenig Innovation (jeder User kann zur Zeit zwischen alter und neuer Version wechseln). Farblich  wurde von orange in sterileres weiß-rot gewechselt, Gruppen heißen nun Themen. Auffällt, dass studi sich an mehr Interaktion à la Facebook versucht, so bekommt man interessante Themen und Personen vorgeschlagen und es gibt einen Gruppenchat.

Ob sich SudiVZ neu positionieren kann, wird sich zeigen. Facebook hat aber einige klare Vorteile: innovative Technik und Internationalität. Zwar empfinde ich die ständigen technischen Neuerungen als eher störend…  die Internationalität ist aber der Grund, weshalb ich überhaupt zu Facebook gewechselt habe: Ich kann mit Menschen aus aller Welt Kontakt halten und sogar spontan mit Freunden aus Kenia auf Kiswahili chatten.

Trotz allem hat StudiVZ einen klaren Vorteil, den es zu nutzen gilt. Das schlechte Image von Facebook dank freizügiger Datenweitergabe. Der Konkurrent gerät momentan mehr und mehr in’s Fadenkreuz von Datenschützern, muss sich vor Gericht verantworten und viele Nutzer sind zumindest etwas vorsichtiger geworden. Wenn StudiVZ es schafft, sich ein Anti-Datenverkauf-Image zuzulegen statt auf die plumpe und nicht erfolgversprechende Nachmache von Facebook zu setzen, hätte es reelle Chancen, neue, skeptische Mitglieder anzuwerben oder gar zurückzuholen.

Und noch etwas zum Schmunzeln: Angesichts der aktuellen Facebook-Kontroverse wirkt ein Artikel der taz von 2007 über das böse StudiVZ und seine Gefahren unfreiwillig komisch: Vom StalkerVZ zum StasiVZ

Ab in die…Klout!

Ich bin vor einer Weile über ein sehr interessantes Tool zum Messen des eigenen Einflusses im Web2.0 gestoßen. In Anlehnung an die allgegenwärtige “Cloud”-Idee (Informationen werden nicht mehr lokal, sondern online in einer Art Datenwolke gespeichert) nennt sich der Dienst “Klout”.

Klout versucht, aus den Interaktionen in verschiedenen Social Networks zu berechnen, wie einflussreich man ist. Dazu verknüpft man die eigenen Netzwerke mit dem Dienst und dieser wertet dann die Daten aus. Natürlich ist der Klout-Score ein höchst abstrakter Wert, aber man gewinnt schon einen Einblick in die Auswirkungen der eigenen Tätigkeiten im Sozialen Netz. Wenn ich sehr aktiv bin, in twitter, facebook, tumblr, youtube oder linkedin viel feedback erhalte, steigt meine Punktzahl sichtbar. Dabei wird freilich nicht die Qualität der Interaktionen bewertet, sondern nur deren Frequenz.

Für das Business-Netzwerk LinkedIn gibt es eine ähnlich interessante Anwendung, die die persönlichen Verknüpfungen innerhalb dieses Netzwerkes visualisiert. Das hier ist meine persönliche LinkedIn-Cloud. Die Farben stellen die verschiedenen beruflichen Bereiche dar, die ich in LinkedIn angegeben habe. Beim Hereinzoomen werden auch die Namen der entsprechenden Kontakt dargestellt.

Auch wenn derartige Visualisierungen oder Berechnungen beileibe nicht wirklich darstellen (können), wie die Kommunikation im Web2.0 funktioniert, geben Sie dennoch einen Einblick in das, was landläufig als “Vernetzung” bezeichnet wird.

Und natürlich motiviert ein Dienst wie Klout dazu, noch aktiver im Social Web zu sein, damit man den eigenen Score erhöhen kann. Naja, ein wenig Online-Exhibitionismus ist halt immer auch dabei :)

Petition fordert: Datenschutz soll Standard werden

„Ich weiß wer meine Daten hat und an wen er sie weitergibt.“ Wer das behauptet, ist entweder sehr naiv, ein dreister Lügner oder ein unbelehrbarer Optimist. Bestenfalls kann man das als hoffnungsvolle Zukunftsvision auslegen. Denn die Sammlung von personenbezogenen Daten passiert jederzeit, überall und meist unauffällig.

Der momentan wohl meist getretene, weil populärste, Datenkrake ist Facebook. Aber auch andere Online- und Offline-Dienste bereichern sich an unseren Informationen. Die einen mehr, die anderen weniger. Online-Shops, Gewinnspiele, Handys slotspie.ca sind da nur die offensichtlichsten… Wer soll da eigentlich noch durchblicken? Wer weiß schon noch, wo er sich vor fünf Jahren mal angemeldet hat, um einen Hamsterkäfig zu kaufen oder bei welcher „gemeinnützigen“ Organisation er sich zur Angabe seiner Daten hat hinreißen lassen? Besonders fies sind Dienstleistungen und Produkte, die schon so voreingestellt sind, dass sie meine Daten bereits bei der ersten Anwendung sammeln und übermitteln, ohne dass ich es mitkriege – und das ist heute leider trauriger Trend…

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat diesen kriminell anmutenden Trend erkannt und eine Petition gestartet, die das „Privacy-by-Default“ Prinzip fordert. Zu Deutsch: „Privatsphäre als Standardeinstellung“. Alle Geräte und Dienstleistungen müssten demnach von Vornherein so eingestellt sein, dass so wenig Daten wie möglich abgefasst werden. Der Benutzer muss dann selbst, sofern er es wünscht, die Funktionen aktivieren, die Datenübermittlung zur Folge haben. „Mühsam“ meinen manche, doch von dieser Regelung profitieren besonders die, die sich wenig mit Technik auskennen (wollen), meint auch vzbv-Vorstand Gerd Billen:

„Die Kontrolle über persönliche Daten darf kein Expertenprivileg sein”.

Gerade Kinder und Jugendliche sowie behinderte und ältere Menschen, die die Konsequenzen ihres Handelns schlecht einschätzen können, wären Gewinner dieser datenschutzfreundlichen Voreinstellungen. Aber selbst Technik-Experten bemängeln häufig die versteckten Sicherheitseinstellungen (z.B. das endgültige Löschen eines Facebook-Accounts). So profitieren am Ende alle:

„Viele Menschen verfügen nicht über die Fähigkeiten oder die (zeitlichen) Ressourcen, sich intensiv mit diesen Fragen (Anm.: Sicherheitseinstellungen) auseinander zu setzen.“ (Auszug Petitionstext)

Die Forderung des vzbv sieht auch die automatische Löschung inaktiver Benutzer-Accounts vor. Zwar vergisst das Netz nie, wie man so schön sagt, doch Löschen ist wohl immer noch die effektivste Eindämmung von Datendiebstahl – mal abgesehen von der (Un)Möglichkeit, seine Daten erst gar nicht preiszugeben.

Noch bis zum 4. Dezember können Sie die Petition unterschreiben, um das “Privacy-by-Default-Prinzip” zu unterstützen.

Eins ist schon jetzt klar: Die Unternehmen, die vom umfassenden Datensammeln profitieren, werden alles versuchen, die Umsetzung der Forderungen zu verhindern, denn gerade die technophoben und unbedarften Netznutzer sind die, die am leichtesten abzuschöpfen sind.

Doch es geht ja nicht darum, dass überhaupt keine Daten mehr weitergegeben werden (dann sollte man sich lieber vom Internet und der heutigen Welt verabschieden), sondern dass die Übermittlung transparenter wird und man eines Tages vielleicht wirklich sagen kann: „Ich weiß wer meine Daten hat und an wen er sie weitergibt.“

2 Klicks für den Datenschutz

Ob Facebook-Daumen, Twitter-Vögelchen oder Googles +1… Die kleinen Buttons sozialer Netzwerke finden sich mittlerweile auf fast jeder Website im Internet, die hip und interaktiv daherkommen will. Sie laden dazu ein, seine Meinung über den Inhalt einer Seite, einen Zeitungsartikel oder ein peinliches Promi-Foto beispielsweise,  mit anderen zu teilen. Doch bisher wissen wohl nur die wenigsten, was diese unscheinbaren Symbole heimlich eigentlich noch so alles tun.

Dieses Wissen ist besonders für die interessant, die bisher dachten „Wenn ich nicht bei Facebook mitmache, kann es mir auch keine Daten klauen“. Weit gefehlt! Denn, wie heise online und taz.de berichten, übermittelt eine Website, die die Buttons eingebettet hat, schon beim Laden der Seite Informationen an Facebook & Co – egal ob Sie auf den Button klicken oder überhaupt dort Mitglied sind. Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert mahnt  im Gespräch mit der taz:

“Jeder Klick auf einer Seite, wie lange ich darauf bin, für was ich mich interessiere, kann Facebook nachvollziehen”

Wie das technisch genau von statten geht, können Sie hier nachlesen und was Facebook offiziell dazu sagt, hier.

Spätestens damit ist klar, dass man nicht selbst in der Hand hat, was für Daten man an soziale Netzwerke preisgibt, es sei denn man meidet den Besuch solcher Internetseiten. Dann kann man aber auch gleich den Stecker ziehen… Die heimliche Datenabfassung dient, wer hätte das gedacht, Facebook selbst und den Partnerseiten, indem sie Informationen über User sammeln können. Und je mehr Daten über die Zeit zusammenkommen, desto leichter lassen sich umfassende User-Profile erstellen. Inwieweit die so erfassten Daten für Facebook tatsächlich nützlich oder gar einer bestimmtem Person zuzuordnen sind, ist allerdings nicht ganz klar. Fest steht aber, dass – vom Nutzer unkontrollierbar – Daten übermittelt werden.

Eine kleine Avantgarde von Webseitenbetreibern wehrt sich aber bereits gegen die automatische Datenerfassung der kleinen Buttons. Allen voran heise online. Die haben nämlich harmlose Buttons entwickelt, die der User erst anklicken muss, damit sie aktiv werden. Das heißt, der User bestimmt selbst, ob Daten an Dritte übermittelt werden sollen – ohne seine Erlaubnis passiert gar nichts. Das 2-Klick-Modell ist frei verfügbar und jede Website kann es bei sich einbinden.

Die ideale Kombination, um seinen Usern Datensicherheit zu garantieren, ohne gleichzeitig auf die Vernetzung mit Facebook & Co verzichten zu müssen!

Einfach mal abschalten?

Die Krawalle in London und anderen britischen Städten haben für Aufsehen und Entsetzen gesorgt ob der Gewaltexzesse, die sogar Todesopfer forderten. Wer jedoch eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen und den sozialen Ursachen für derartige Ausschreitungen erwartet hat, findet stattdessen nun eine Debatte über die teuflischen Social Media Anwendungen vor, die maßgeblich Schuld an den Krawallen seien. Zunächst war im Gespräch, identifizierten Randalierern den Zugang zu Sozialen Netzwerken zu verwehren, auch sollten die entsprechenden Netzwerke den Ermittlungsbehörden die Daten der Krawallmacher zugänglich machen. Premierminister Cameron verkündete, dass einzig auf diesem Wege künftige Ausschreitungen verhindert werden könnten.

Als es jedoch zu einem Treffen zwischen britischen Regierungsvertretern und Abgesandten von facebook, twitter und BlackBerry kam, war plötzlich keine Rede mehr von einer “Notfallabschaltung” oder Sperrung der Sozialen Netzwerke, nachzulesen bei taz online. Vom Gedanken einer Abschaltung hatte man sich verabschiedet, stattdessen soll in Zukunft stärker kontrolliert werden.

Allein die Vorstellung, im Zeitalter der oftmals zeitgleich aus dem Boden sprießenden Online-Dienste diese flächendeckend überwachen zu können, erscheint weltfremd. Mal ganz abgesehen davon, dass es sowohl bei twitter als auch bei facebook kein Problem ist, sich in Windeseile mehrere Accounts zuzulegen und diese für etwaige Absprachen, das Gründen öffentlicher Gruppen etc. einzusetzen. BlackBerry Messenger, eine in Großbritannien sehr beliebte Kommunikationsform ähnlich der bekannten SMS, ermöglicht eine nicht von außen einsehbare Kommunikation und ist den Ordnungshütern daher ein besonderer Dorn im Auge. Doch selbst wenn der Zugriff auf die damit verschickten Nachrichten möglich wäre, so fänden die Krawallmacher andere Mittel und Wege der Kommunikation. Hier scheint es, als stünden die ÜberwachungsOrdnungsbehörden auf verlorenem Posten. Mehr als Hinterherlaufen wird soschwerlich möglich sein. Aber natürlich ist es einfacher, Maßnahmen zu verkünden, die nichts als Augenwischerei sind, statt die realen Ursachen der Probleme anzugehen: Perspektivlosigkeit der Jugend, zunehmend extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich. Probleme übrigens, die es in Deutschland ebenso gibt.

Während und nach den Ausschreitungen in Großbritannien wurden die Sozialen Netzwerke schnell als zumindest mitschuldig abgestempelt. Davon ist nicht mehr viel übrig, wie der letzte Satz des Artikels bei taz.de zeigt:

Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass die britische Regierung nach der Kehrtwende dieses heiße Eisen so bald noch einmal anfassen wird.

Social Media – auch ein Thema für Sie?

Dass das Soziale Netz schon lange mehr ist als ein Spielplatz für technikbegeisterte Jugendliche, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Allerorten präsentieren sich Firmen im Netz, facebook ist hierbei auch in Deutschland derzeit Platzhirsch. Statistisch gesehen hat jeder zweite “Onliner” in Deutschland ein facebook-Konto, viele sind daneben noch in anderen Netzwerken aktiv.

Welchen Nutzen haben facebook, twitter & Co für Firmen, Verbände oder soziale Einrichtungen? Durch die enorme Marktdurchdringung können Soziale Medien, wenn richtig eingesetzt, als günstiges und reichweitenstarkes Instrument für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (wir haben u.a. für DEHOGA Berlin einen facebook-Auftritt umgesetzt), oder für die Verbreitung von Stellenangeboten und Neuigkeiten (wir haben für die Paritätische Kindertagesbetreuung Nordbayern einen facebook-Auftritt und die Integration von Social Plugins auf deren Website umgesetzt) eingesetzt werden. Dabei müssen die spezifischen Einsatzfelder der Anwendungen berücksichtigt werden. Facebook eignet sich sehr gut für die Präsentation des eigenen Unternehmens im Netz, hier können Inhalte von der Firmenwebsite, vom Firmenblog (unseres lesen Sie gerade) oder vom firmeneigenen twitter-Account auf einer facebook-page (einer “Firmenseite”, siehe auch beranet bei facebook) zusammengetragen werden, und zwar so einfach, dass selbst technische Laien es hinbekommen. Twitter hingegen ist in erster Linie eines: schnell. Um aktuelle Trends schnell zu erkennen, in kürzester Zeit Nachrichten weltweit zu streuen und sich in die Kommunikation zu bestimmten Themen einzuklinken, ist twitter sehr gut geeignet (siehe beranet bei twitter).

Natürlich müssen Social Media Präsenzen gepflegt und betreut werden, nur so entfalten sie ihre gewünschte Wirkung. Daher sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, welche Ziele Sie mit dem Einsatz von Social Media verfolgen, wieviel Zeit und Kreativität Sie dafür aufwenden möchten sowie von welchen Quellen und für welche Zielgruppe(n) die Inhalte bereitgestellt werden. Allen Social Media Anwendungen gemein ist die Möglichkeit, direkt in Interaktion mit der Zielgruppe zu treten, sei es über Kommentare oder private Nachrichten. Hierbei sollte abgewogen werden, welche Art von Feedback erwartet und gewünscht ist, wie Zielgruppen adressiert werden und inwieweit auf “Störungen” (Spam, Beschwerden, unerwünschte Inhalte) regiert werden kann. Sie sehen, ein Social Media Projekt bedürfen einiger Planung um zu funktionieren.

Als kleiner Leitfaden können vielleicht diese Punkte dienen:

Planung
1. Zweck des Einsatzes von Social Media definieren.
2. Zielgruppe(n) definieren.
3. Entwicklung eines Konzepts für die Zielgruppenansprache.
4. Auswahl geeigneter Medien oder Kombinationen.


Umsetzung

1. Integration von „Social Plugins“ in eigene Webauftritte.
2. Verknüpfung bestehender Inhalte/Strukturen mit Web2.0-Angeboten.
3. Erstellung und Pflege „neuer“ Inhalte, z.B. Tweets.
4. Einwicklung eigener Applikationen für facebook.


Betreuung

1. Einsatz effektiver Tools wie Tweetdeck erlaubt Synchronisierung versch. Webangebote.
2. Kommunikation mit Netzgemeinschaft: Kundenfeedback, Anfragen, Kritik.
3. Ggf. Ausbau der eigenen Präsenzen (Diskussionsbereich in facebook)
4. Einbinden der Social Media Angebote in die gesamte Kommunikation als festen Bestandteil.

Sie haben Interesse, ein eigenes Social Media Projekt umzusetzen? Wir beraten, konzipieren, setzen um und betreuen Sie gern.

Kontakt: Sascha Dinse
sascha.dinse@zone35.de
030/440 136 16.

Online-Beratung gegen Rechtsextremismus setzt auf beranet

Die “Online-Beratung gegen Rechtsextremismus” setzt für die sichere und anonyme Beratung über das Internet auf beranet.

Der Videoclip zeigt Martin Ziegenhagen von der OBgR bei der täglichen Arbeit mit der aktuellen Version unserer Online-Beratungslösung und stellt dar, wie Nazis im Netz versuchen, ihre Strukturen auszubauen und zu festigen. Wir freuen uns, dass beranet ein Instrument im Kampf gegen den Rechtsextremismus ist und wünschen der OBgR auch weiterhin viel Erfolg!

Sie finden die “Online-Beratung gegen Rechtsextremismus” auch bei facebook und twitter sowie bei youtube.