Archiv für Technisches

Telefonseelsorge Österreich mit eigenem Ressourcenmanagement in beranet

Die Telefonseelsorge Österreich nutzt seit einigen Tagen nicht nur ein beranetCMS, sondern hat darin auch ein ganz besonderes Schmankerl von uns serviert bekommen: einen Ressourcenplaner. Der ist auch nötig, denn bis zu 100 (!) Berater_innen werden für die TS Österreich gleichzeitig in der Online-Beratung tätig sein. Zur Online-Beratung gelangen Sie unter www.onlineberatung-telefonseelsorge.at.

Um eingehende Anfragen automatisch an freie Berater_innen zu verteilen und auch die korrekte Weiterleitung von Folgeanfragen der Klient_innen ohne enormen Verwaltungsaufwand vonseiten des Administrators zu gewährleisten, haben wir in enger Zusammenarbeit mit der TS Österreich ein mächtiges Werkzeug erschaffen: den beranet-Ressourcenplaner. Dabei hat der Ressourcenplaner stets im Blick, wieviele freie Ressourcen pro Woche zur Verfügung stehen, jede/r Berater/in kann jeweils angeben, wieviele Kapazitäten in den kommenden 12 Wochen frei sind.

Daneben kommt bei der TS Österreich noch eine weitere Anpassung zum Tragen: eingehende Anfragen werden nicht nur automatisch Berater_inne zugeordnet, sondern von diesen sofort übernommen. In Wechselwirkung mit dem neuen Zugriffskonzept für Mailanfragen (exklusiv in der neuen beranet-Version!) kann so sichergestellt werden, dass keine Anfrage von anderen Berater_innen eingesehen werden kann. So stellen wir uns effektiven Daten- und Klientenschutz vor!

Dass bei der Telefonseelsorge Österreich auch die neue One-Step-Beratung zum Einsatz kommt, müssten wir eigentlich nicht extra erwähnen. Schließlich erhalten alle neuen Einrichtungen und auch alle Umsteiger (Wussten Sie eigentlich, dass der Umstieg kostenlos möglich ist?) die One-Step-Beratung im Paket mit der neuen beranet-Version.

Interesse? Rufen Sie uns an unter 030 440 136 0 oder schreiben Sie an info@beranet.de.

Keine Hexerei: www.zone35.de mit “responsive Webdesign”

Heute mal ein wenig Eigenwerbung.
Die Mutteragentur von beranet, zone35 aus Berlin, ist vor einigen Tagen mit ihrer komplett neu gestalteten Homepage ans Netz gegangen. Was lange währt wird endlich gut, möchte man sagen, denn vor lauter spannenden Projekten mit vielen Partnern blieb nur wenig Zeit für die eigene Website. Dafür ist diese nun, ganz im Sinne des “responsive Webdesign”, so programmiert, dass die Struktur und die Darstellung sich dem verwendeten Endgerät automatisch anpasst. Diese Technik wird ganz sicher in 2012 zu den wichtigsten Dingen im Web zählen, da die Zugriffe über mobile Endgeräte in einigen Bereichen stark zugenommen und teilweise schon den klassischen Rechner überholt haben. Anders als bei “Apps” oder eigens programmierten “mobilen Websites” funktioniert responsive Webdesign direkt in der existierenden Homepage, so dass keine Extrakosten für die Entwicklung von Apps für verschiedene Plattformen entstehen. Responsive Webdesign gehört die Zukunft!

Heißt im Klartext: Rufen Sie www.zone35.de über ein Smartphone, ein Netbook oder ein Tablet auf, ändert sich der Aufbau der Seite entsprechend, so dass Sie immer den Über- und Durchblick behalten. Probieren Sie es aus! Sie können auch das Fenster Ihrer Browsers “kleinerziehen”, um den Effekt zu bestaunen. Keine Hexerei, nur saubere Arbeit unserer Webprogrammierer :)

Vielleicht findet sich auch Ihre Website in der Liste der kreativen und nachhaltigen Projekte unserer Agentur? Werfen Sie doch gleich mal einen Blick hinein.

www.zone35.de – Wir freuen uns auf Sie!

Der Computer als bester Freund des Menschen?

In Zeiten, in denen internetsüchtige Jugendliche wahllos Computer hacken, in denen der Staat Zugang zu all unseren Heimcomputern hat und in denen soziale Netzwerke mit den Daten ihrer Mitglieder tun und lassen können, was sie wollen, fühlen sich Technikskeptiker bestätigt. Das Internet und die Maschinen scheinen sich gegen uns verschworen zu haben. Nichts ist mehr sicher. Am besten alles abschalten.

Doch die Technik bringt auch Gutes hervor. So arbeiten US-Forscher gerade an einer virtuellen Krankenschwester, die sich rund um die Uhr um das Wohl der Patienten kümmert und jederzeit für einen Plausch über das Wetter bereit ist. Erstaunlicherweise kommt „Elizabeth“ gerade bei “Technophoben” gut an, berichtet der Entwicklungsleiter Timothy Bickmore:

„Ältere Menschen scheinen besonders darauf anzusprechen“ […]„Sie hätten am liebsten noch länger mit dem Programm geredet, als wir ihnen erlaubt haben.“

Einem ähnlichen Ansatz folgend und schon erfolgreich im Einsatz ist die Therapierobbe Paro, ein flauschiger Roboter, der einem Heuler nachempfunden ist und bei der Pflege von Demenzkranken hilft.

Auch behinderte Menschen profitieren von den neuen Entwicklungen. So haben sich körperlich und auch psychisch Beeinträchtigte in der virtuellen Welt „Second Life“ einen eigenen Ort geschaffen, wo sie sich treffen und mit anderen, auch gesunden Menschen, austauschen – ganz ohne Vorurteile und ungewolltes Mitleid. Eine begeisterte Second Life-Nutzerin erzählt der taz von ihrem Leben in der Parallelwelt:

“[...]seit ich im Rollstuhl sitze, komme ich nicht mehr viel raus. Also habe ich nun hier ein Büro unter freiem Himmel. Wir sitzen in einer Dschungelszene, es gibt Palmen, und es ist sehr grün. Ich bin wirklich sehr gern hier.”

Und als wäre das alles nicht schon genug des Guten, gibt es auch noch Apps, die fit machen und trockene Alkoholiker vor dem Rückfall bewahren.

Nach dieser Bilanz kann sich der Hund als bester Freund des Menschen warm anziehen!

NEU: Statistik, Export für Einzelchattermine

beranet bietet seit dem letzten Update vom 27.10.2011 neue Funktionen, so ist nun endlich die Statistik für das neue beranet verfügbar und ab sofort können Termine von Einzelchats auch exportiert werden. Daneben möchten wir Ihnen hier eine Funktion noch einmal ans Herz legen, die bislang ein Schattendasein fristet. Zu Unrecht! Die Rede ist von der Merkliste.

Statistik – Werten Sie Ihre Daten aus!

Schon seit geraumer Weile angekündigt, ist sie nun endlich fertig: die Statistik für das neue beranet. Frisch aufpoliert bietet sie nun auch erstmals ein grafische Darstellung von Verläufen, wie z.B. die Anzahl der neu angemeldeten Klient_innen Ihrer Beratungsstelle in einer Jahresübersicht. Definieren Sie einfach den gewünschten Zeitraum um beranet stellt die Anzahl der eingegangenen, beantworteten und gelesenen Mailanfragen übersichtlich dar. So lassen sich schnell Probleme ausmachen und Sie erkennen nun viel früher als mit der alten Version der Statistik Schwankungen in der Häufigkeit der Mailanfragen. Natürlich bietet die beranet-Statistik die Möglichkeit eines Exports der erhobenen Daten, so haben Sie die Möglichkeit, für die definierten Zeiträume alle Monitorings, die Daten aller neuen und aller beratenen Klienten als Excel-kompatible Dateien zu speichern.

Exportfunktion für Einzelchattermine
Eine neue Funktion ist die Exportmöglichkeit für Einzelchattermine. Auf Knopfdruck generieren Sie sich eine Excel-kompatible Liste der Termine inkl. Angaben zum Termin, zum Status (frei oder belegt) und weiteren Infos.

Zwar keine neue Funktion, aber doch wert, hier noch einmal vorgestellt zu werden:
Die Merkliste – das unscheinbare Helferlein
Kennen Sie die beranet-Merkliste? Mit Hilfe dieser können Sie gezielt Klient_innen markieren und aus den so “gemerkten” Klient_innen eine neue Gruppe erstellen, ihre Daten ausdrucken oder eine Kurznachricht an all senden. Ersparen Sie sich das mühsame Suchen, markieren Sie Klient_innen, indem Sie das Klient_innenkontextmenü einsetzen, erkennbar durch ein orangenes Dreieck neben dem Namen. Ein Klick darauf offenbart eine Reihe von Komfortfunktionen, unter anderem die Merkliste. Zur Merkliste selbst gelangen Sie über die Multifunktionsleiste unterhalb der Hauptnavigation auf der rechten Seite.

Sie haben Wünsche, Anregungen oder Ideen für neue oder verbesserte Funktionen? Wenden Sie sich einfach an uns unter info@beranet.de oder 030/440 136 0. Vielen Dank!

RTFM! oder: Das beranet-Handbuch kommt!

Die zugegeben etwas derbe Aufforderung “RTFM!” oder “read the f****** manual!” für “Lies das verdammte Handbuch!” ist ein Spruch, der sich häufig als geflügeltes Wort in IT-Kreisen findet. Zumeist wird damit darauf angespielt, dass Nutzer von Software Fragen stellen, die sich durch die Lektüre des Handbuchs beantworten ließen. Nun ja, wir müssen zugeben, dass Nutzer_innen des neuen beranet bislang kein Handbuch lesen konnten, weil es noch keins gibt gab. Das ändert sich Mitte November.

Berater_innen, die das neue beranet einsetzen, können demnächst all das, was in den Schulungen vermittelt wird, noch einmal in Schriftform nachlesen: das beranet-Handbuch kommt! Sie finden in diesem natürlich eine Erklärung aller Funktionen, die beranet bietet, viele wissenswerte Infos rund um die Online-Beratung und Tipps & Tricks aus dem beranet-Nähkästchen. Das Handbuch wird Ihnen als PDF-Dokument direkt in beranet zur Verfügung stehen. Sie können es unter dem Punkt “Hilfe” im Backend von beranet aufrufen, dazu schauen Sie in die kleine Multifunktionsleiste unterhalb der Hauptnavigation. Den Punkt “Hilfe” finden Sie dort ganz rechts.

Ab Mitte November stellen wir das Handbuch in digitaler und Printvariante bereit. Jede Einrichtung, die bereits das neue System nutzt, kann bei uns die Handbücher für ihre Berater_innen anfordern, wir versenden diese dann per Post. Ansonsten steht das Handbuch immer dort zur Verfügung, wo Sie es brauchen: direkt in beranet.

Die Krux mit den Passwörtern

Sind wir mal ganz ehrlich: Niemand merkt sich gerne Passwörter, schon gar nicht komplizierte, die man dann auch noch ständig ändern soll. Und das in Zeiten, in denen das Langzeitgedächtnis durch Adressbücher auf Smartphone und PC abgeschafft wurde. So begehen Millionen Deutsche tagtäglich üble Passwortsünden (und geben dann in Umfragen an, sich im Internet nicht mehr sicher zu fühlen…).

Die fünf Passwort-Todsünden schlechthin sind:

1. Für mehrere Accounts das gleiche Passwort verwenden

2. Ein einfaches Wort als Passwort verwenden (kann durch Wörterlisten in Sekunden geknackt werden)

3. Passwörter selten ändern

4. Passwörter im Browser speichern (Der Dieb hat es dann – gerade bei mobilen Geräten – ganz leicht, auf alles Zugriff zu erhalten)

5. Passwörter aufschreiben (und dann am besten an den Monitor kleben!), ungeschützt auf dem PC speichern oder weitersagen

Dieser leichtfertige Umgang ist äußerst bedenklich, da der Datenklau auch im privaten Bereich rasant zunimmt, wie der Präsident des Hightech-Verbandes Bitkom, Dieter Kempf, warnt:

Der Trend geht eindeutig zum Ausspähen persönlicher Daten und Passwörter.

Dabei ist die Lösung ganz einfach: Diverse kostengünstige Passwortverwaltungsprogramme merken sich die komplexen Passwörter für uns. Man selbst braucht lediglich ein einziges „Master-Passwort“, um Zugang zu bekommen. Der Trick: das Master-Passwort tritt online nicht in Erscheinung und kann daher auch so gut wie nicht „gehackt“ werden. Zusätzlicher Service: die Programme generieren auf Wunsch selbst komplexe Passwörter. Dennoch ist Vorsicht geboten, garantiert sicher sind Passwörter und Daten nur im eigenen Kopf. Bisher zumindest…

Was passieren kann, wenn die eigene Identität erst einmal gehackt wurde, veranschaulicht dieser Erfahrungsbericht.

Ab in die…Klout!

Ich bin vor einer Weile über ein sehr interessantes Tool zum Messen des eigenen Einflusses im Web2.0 gestoßen. In Anlehnung an die allgegenwärtige “Cloud”-Idee (Informationen werden nicht mehr lokal, sondern online in einer Art Datenwolke gespeichert) nennt sich der Dienst “Klout”.

Klout versucht, aus den Interaktionen in verschiedenen Social Networks zu berechnen, wie einflussreich man ist. Dazu verknüpft man die eigenen Netzwerke mit dem Dienst und dieser wertet dann die Daten aus. Natürlich ist der Klout-Score ein höchst abstrakter Wert, aber man gewinnt schon einen Einblick in die Auswirkungen der eigenen Tätigkeiten im Sozialen Netz. Wenn ich sehr aktiv bin, in twitter, facebook, tumblr, youtube oder linkedin viel feedback erhalte, steigt meine Punktzahl sichtbar. Dabei wird freilich nicht die Qualität der Interaktionen bewertet, sondern nur deren Frequenz.

Für das Business-Netzwerk LinkedIn gibt es eine ähnlich interessante Anwendung, die die persönlichen Verknüpfungen innerhalb dieses Netzwerkes visualisiert. Das hier ist meine persönliche LinkedIn-Cloud. Die Farben stellen die verschiedenen beruflichen Bereiche dar, die ich in LinkedIn angegeben habe. Beim Hereinzoomen werden auch die Namen der entsprechenden Kontakt dargestellt.

Auch wenn derartige Visualisierungen oder Berechnungen beileibe nicht wirklich darstellen (können), wie die Kommunikation im Web2.0 funktioniert, geben Sie dennoch einen Einblick in das, was landläufig als “Vernetzung” bezeichnet wird.

Und natürlich motiviert ein Dienst wie Klout dazu, noch aktiver im Social Web zu sein, damit man den eigenen Score erhöhen kann. Naja, ein wenig Online-Exhibitionismus ist halt immer auch dabei :)

Petition fordert: Datenschutz soll Standard werden

„Ich weiß wer meine Daten hat und an wen er sie weitergibt.“ Wer das behauptet, ist entweder sehr naiv, ein dreister Lügner oder ein unbelehrbarer Optimist. Bestenfalls kann man das als hoffnungsvolle Zukunftsvision auslegen. Denn die Sammlung von personenbezogenen Daten passiert jederzeit, überall und meist unauffällig.

Der momentan wohl meist getretene, weil populärste, Datenkrake ist Facebook. Aber auch andere Online- und Offline-Dienste bereichern sich an unseren Informationen. Die einen mehr, die anderen weniger. Online-Shops, Gewinnspiele, Handys slotspie.ca sind da nur die offensichtlichsten… Wer soll da eigentlich noch durchblicken? Wer weiß schon noch, wo er sich vor fünf Jahren mal angemeldet hat, um einen Hamsterkäfig zu kaufen oder bei welcher „gemeinnützigen“ Organisation er sich zur Angabe seiner Daten hat hinreißen lassen? Besonders fies sind Dienstleistungen und Produkte, die schon so voreingestellt sind, dass sie meine Daten bereits bei der ersten Anwendung sammeln und übermitteln, ohne dass ich es mitkriege – und das ist heute leider trauriger Trend…

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat diesen kriminell anmutenden Trend erkannt und eine Petition gestartet, die das „Privacy-by-Default“ Prinzip fordert. Zu Deutsch: „Privatsphäre als Standardeinstellung“. Alle Geräte und Dienstleistungen müssten demnach von Vornherein so eingestellt sein, dass so wenig Daten wie möglich abgefasst werden. Der Benutzer muss dann selbst, sofern er es wünscht, die Funktionen aktivieren, die Datenübermittlung zur Folge haben. „Mühsam“ meinen manche, doch von dieser Regelung profitieren besonders die, die sich wenig mit Technik auskennen (wollen), meint auch vzbv-Vorstand Gerd Billen:

„Die Kontrolle über persönliche Daten darf kein Expertenprivileg sein”.

Gerade Kinder und Jugendliche sowie behinderte und ältere Menschen, die die Konsequenzen ihres Handelns schlecht einschätzen können, wären Gewinner dieser datenschutzfreundlichen Voreinstellungen. Aber selbst Technik-Experten bemängeln häufig die versteckten Sicherheitseinstellungen (z.B. das endgültige Löschen eines Facebook-Accounts). So profitieren am Ende alle:

„Viele Menschen verfügen nicht über die Fähigkeiten oder die (zeitlichen) Ressourcen, sich intensiv mit diesen Fragen (Anm.: Sicherheitseinstellungen) auseinander zu setzen.“ (Auszug Petitionstext)

Die Forderung des vzbv sieht auch die automatische Löschung inaktiver Benutzer-Accounts vor. Zwar vergisst das Netz nie, wie man so schön sagt, doch Löschen ist wohl immer noch die effektivste Eindämmung von Datendiebstahl – mal abgesehen von der (Un)Möglichkeit, seine Daten erst gar nicht preiszugeben.

Noch bis zum 4. Dezember können Sie die Petition unterschreiben, um das “Privacy-by-Default-Prinzip” zu unterstützen.

Eins ist schon jetzt klar: Die Unternehmen, die vom umfassenden Datensammeln profitieren, werden alles versuchen, die Umsetzung der Forderungen zu verhindern, denn gerade die technophoben und unbedarften Netznutzer sind die, die am leichtesten abzuschöpfen sind.

Doch es geht ja nicht darum, dass überhaupt keine Daten mehr weitergegeben werden (dann sollte man sich lieber vom Internet und der heutigen Welt verabschieden), sondern dass die Übermittlung transparenter wird und man eines Tages vielleicht wirklich sagen kann: „Ich weiß wer meine Daten hat und an wen er sie weitergibt.“

Türkei vermarktet Internetzensur in Paketen

Ab Ende diesen Jahres sollen türkische Bürger nun die Wahl haben zwischen drei verschiedenen Internetpaketen: „Kinder“, „Familie“ oder „Grundpaket“. Wobei das Wort „Wahl“ hier eher als die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera zu verstehen ist. Denn, wie die taz berichtet, plant die AK-Partei um Regierungschef Erdogan, ein leicht abgewandeltes Paketangebot umzusetzen, das im Mai bereits heftige Proteste mit dem Slogan „Don‘t touch my internet“ auslöste.

Die drei Pakete sollen laut türkischer Regierung Familien und Kinder vor pornografischen oder anderen anrüchigen Internetinhalten schützen. Entsprechend einer Liste sind Teile oder ganze Webseiten im Voraus für die Anwender gesperrt – zumindest im Kinder- und Familienpaket. Das Grundpaket soll entgegen anfänglicher Pläne aber erst einmal unzensiert bleiben. Wie lange das so bleibt, ist fraglich. Denn bereits jetzt werden immer wieder regierungskritische Youtube-Inhalte oder Bloggerplattformen gesperrt. Der Internetnutzer bekommt dann eine schlichte Fehlermeldung.

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2 Klicks für den Datenschutz

Ob Facebook-Daumen, Twitter-Vögelchen oder Googles +1… Die kleinen Buttons sozialer Netzwerke finden sich mittlerweile auf fast jeder Website im Internet, die hip und interaktiv daherkommen will. Sie laden dazu ein, seine Meinung über den Inhalt einer Seite, einen Zeitungsartikel oder ein peinliches Promi-Foto beispielsweise,  mit anderen zu teilen. Doch bisher wissen wohl nur die wenigsten, was diese unscheinbaren Symbole heimlich eigentlich noch so alles tun.

Dieses Wissen ist besonders für die interessant, die bisher dachten „Wenn ich nicht bei Facebook mitmache, kann es mir auch keine Daten klauen“. Weit gefehlt! Denn, wie heise online und taz.de berichten, übermittelt eine Website, die die Buttons eingebettet hat, schon beim Laden der Seite Informationen an Facebook & Co – egal ob Sie auf den Button klicken oder überhaupt dort Mitglied sind. Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert mahnt  im Gespräch mit der taz:

“Jeder Klick auf einer Seite, wie lange ich darauf bin, für was ich mich interessiere, kann Facebook nachvollziehen”

Wie das technisch genau von statten geht, können Sie hier nachlesen und was Facebook offiziell dazu sagt, hier.

Spätestens damit ist klar, dass man nicht selbst in der Hand hat, was für Daten man an soziale Netzwerke preisgibt, es sei denn man meidet den Besuch solcher Internetseiten. Dann kann man aber auch gleich den Stecker ziehen… Die heimliche Datenabfassung dient, wer hätte das gedacht, Facebook selbst und den Partnerseiten, indem sie Informationen über User sammeln können. Und je mehr Daten über die Zeit zusammenkommen, desto leichter lassen sich umfassende User-Profile erstellen. Inwieweit die so erfassten Daten für Facebook tatsächlich nützlich oder gar einer bestimmtem Person zuzuordnen sind, ist allerdings nicht ganz klar. Fest steht aber, dass – vom Nutzer unkontrollierbar – Daten übermittelt werden.

Eine kleine Avantgarde von Webseitenbetreibern wehrt sich aber bereits gegen die automatische Datenerfassung der kleinen Buttons. Allen voran heise online. Die haben nämlich harmlose Buttons entwickelt, die der User erst anklicken muss, damit sie aktiv werden. Das heißt, der User bestimmt selbst, ob Daten an Dritte übermittelt werden sollen – ohne seine Erlaubnis passiert gar nichts. Das 2-Klick-Modell ist frei verfügbar und jede Website kann es bei sich einbinden.

Die ideale Kombination, um seinen Usern Datensicherheit zu garantieren, ohne gleichzeitig auf die Vernetzung mit Facebook & Co verzichten zu müssen!