Archiv für beratungsstellen

Seminar: „Du kannst keine Nachricht ohne Inhalt senden“

… das ist an sich nichts Neues, für die Online-Beratung ist diese Erkenntnis aber noch einmal bedeutender, da das geschriebene Wort den Inhalt einer Nachricht ohne Mimik und Gestik transportieren muss und so eine besondere Herausforderung für die BeraterInnen darstellt.

Deshalb bietet der neuhland e.V. das Seminar „Du kannst keine Nachricht ohne Inhalt senden“ – Besonderheiten und Methodik der Chatberatung an. Referentin ist Dipl.-Pädagogin Petra Risau, Lehrbeauftragte für Online-Beratung an der Universität Heidelberg.

Themen:
- Einsatzbereiche, Möglichkeiten, Besonderheiten, Vorteile und Begrenzungen der Chatberatung
- Simulation Chatberatung (Einzel-Gruppenchat)
- Fallbeispiele aus der Praxis
- Methodik Chatberatung

Wann: 14.9.2012, 09:00 – 17:00

Wo: Nikolsburger Platz 6, 10717 Berlin

Weitere Infos: http://www.neuhland.net/tagungen/fortbildung.php

AWO Online-Beratungsportal wächst und gedeiht

Das bundesweite Online-Beratungsportal des AWO Bundesverbandes freut sich über den Zulauf weiterer Beratungsstellen, die ab jetzt mit beranet online beraten. Die Online-Beratung liegt der AWO neben den klassischen Beratungsstellen besonders am Herzen. Denn so können auch Menschen erreicht werden, die körperlich eingeschränkt sind, einen weiten Anfahrtsweg haben oder einfach anonym bleiben möchten.

Das Portal gibt es nun schon seit gut einem halben Jahr und bietet Klientinnen und Klienten einfache und konkrete Hilfe an einem zentralen Ort im Internet. Per georeferenzierter Postleitzahlsuche können AWO-Beratungsstellen in der Nähe schnell und unkompliziert gefunden werden. Wenn der Weg zu weit scheint, sind die Online-Beratungsstellen immer eine gute Alternative.

Wir freuen uns gemeinsam mit dem AWO Bundesverband über das positive Feedback zum Portal und blicken gespannt in eine sicherlich erfolgreiche Zukunft.

Schon gewusst? Alle interessierten AWO-Beratungsstellen können zu vergünstigten Konditionen im Rahmen des Portals in die Online-Beratung einsteigen.

SOS: Sozialpädagoge gesucht!

Das SOS-Familienzentrum Berlin sucht für die Erziehungs- und Familienberatung zum nächstmöglichen Termin in Vollzeit eine/-n

Sozialpädagogin (m/w)

mit einer kinder- und jugendlichentherapeutischen Zusatzausbildung mit dem Schwerpunkt Säuglings- und Kleinkindberatung.

Das Aufgabengebiet umfasst:

• Erziehungs- und Familienberatung
• Kinder- und Jugendlichentherapie
• aufsuchende Beratung von Schwangeren und Eltern mit Kindern im Alter von 0 – 5 Jahren
• Diagnostik und Therapie von Säuglingen und Kleinkindern und deren Eltern
• Onlineberatung
• Zusammenarbeit mit Kliniken, Arztpraxen, Institutionen

Bewerbungen bis 27.04.2012 an:

SOS-Familienzentrum Berlin
z.H. Herrn Walter
Alte Hellersdorfer Str. 77
12629 Berlin
fz-berlin@sos-kinderdorf.de
www.sos-mitarbeit.de

Laden Sie sich die komplette Stellenausschreibung hier herunter: Interne_Ausschreibung_41_Sozialpaedagoge_FZBerlin_120402

Der Geruch der Online-Beratung

Kann man Online-Beratung riechen und hören? Ja und Nein. Zumindest wohl etwas weniger, als Face-to-Face Beratung. Denn bei dieser haben die Berater eine viel größere Flut an Sinneseindrücken zu bewältigen. Das hat sein Gutes, aber auch so seine Tücken.

Wenn zum Beispiel eine jugendliche Klientin mit fettigem Haar und Piercings in zerrissenen Klamotten und mit einer üblen Döner-Fahne in Ihre Beratungsstelle kommt, werden Ihnen, so professionell und objektiv Sie auch sein wollen, sofort Vorurteile in den Kopf schießen. Noch bevor die junge Frau den Mund aufmacht, haben Sie ein Bild von ihr im Kopf. Und das lässt sich nicht so leicht ändern, schon gar nicht, wenn dann auch noch die Sprache dazu passt:

Ein […] wenig beachtetes, aber durchaus wichtiges Element ist die Stimme. Klang und Stimmführung, Dialekt oder auch Sprechstörungen lösen in gleicher Weise Zu- oder Abneigung aus.

Ganz anders im Netz. Ob bei der Online-Beratung, in einem Forum oder bei Facebook. Menschen, die wir nicht kennen, können wir dort nur an Hand ihres Geschriebenen oder bewusst gewählter Fotos beurteilen. Geruch, Stimme und Outfit existieren hier nicht. Das eröffnet Chancen für eine objektivere, problemorientiertere Beratung, in der sich Berater und Klienten ganz auf das Thema konzentrieren können.

Aber auch online kann die Sprache bzw. die Schreibe eines Klienten den Berater ein Stück weit beeinflussen. Wer eine ordentliche Rechtschreibung vorweisen kann und sein Problem strukturiert und reflektierend schildert, wirkt zunächst einmal anders, als jemand, der wirr und mit Fäkalsprache alles direkt herausschreibt.

Aussagen muss das über den Klienten noch lange nichts. Klar, stimmen bestimmte Stereotypen oft mit der Realität überein – gerade Berater und Beraterinnen haben da sicher so ihre Erfahrungen. Doch Vorurteile können den eigentlichen Beratungsprozess beeinflussen und von ihm ablenken. Deshalb gilt es, so objektiv wie möglich an eine Beratung heranzugehen, dabei aber natürlich nie die Menschlichkeit außer Acht zu lassen.

Haben Sie ähnliche, oder vielleicht ganz andere, Erfahrungen in Online- und Offline-Beratung erlebt?

Beratung nur einen Klick entfernt

Dass es Beratung auch online gibt, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Immer mehr Beratungsstellen wollen auch im Internet für ihre Klienten da sein und viele Ratsuchende holen sich lieber online als offline Hilfe. Und das aus gutem Grund.

Mehr als 73 Prozent der Deutschen sind sowieso schon online – Tendenz steigend. Dabei sind viel mehr jüngere Menschen im Netz aktiv (97%), als ältere (52,5); und mehr Männer, als Frauen. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene dominieren das Internet und verbringen pro Tag im Schnitt mehr als zwei Stunden im Netz. Da liegt es nahe, dass diese auch genau dort nach Lösungen für ihre Probleme suchen – ganz nebenbei, während man seine verpasste Lieblingsserie per Stream schaut oder sein Facebook-Profil checkt.

Mal eben bei Google nach „Alkohol Sucht Hilfe“ oder „Schwangerschaftsabbruch Beratung“ zu suchen und eine Mail abzuschicken oder in einen Gruppenchat reinzuschauen, fällt den meisten Klienten einfach leichter, als sich mühsam eine Beratungsstelle in der Nähe zu suchen, einen Termin zu machen und dann auch wirklich (!) hinzugehen. Diplom-Pädagoge Klaus Fieseler fasst zusammen:

die Ratsuchenden [sind] ohnehin im Internet mit ihren Anliegen unterwegs und man [muss] sie dort abholen. Online-Beratung – insbesondere für Jugendliche – ist niedrigschwellig und erreicht zudem Zielgruppen, die durch Beratungsstellen nicht erreicht werden (Fieseler, 2011, S. 105ff) http://e-beratungsjournal.net

Die Niedrigschwelligkeit ist deshalb einer der unschlagbaren Vorteile der Online-Beratung. Gerade Beratungsangebote, die sich an ein jüngeres Publikum richten, können hier Klienten gewinnen. Um diese auch wirklich im Netz abzuholen und für eine langfristige Beratung zu motivieren, braucht es allerdings die richtigen Mittel und eine gute Strategie. Online-Beratung kann eine Face-to-face-Beratung zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen und Ratsuchende erreichen, die sich sonst nicht „trauen“ würden.

Schreiben hilft!

Ohne Selbstreflexion geht es in der Beratung nicht. Klienten, die schlecht oder gar nicht fähig sind, ihre Situation und ihre Gedanken zu reflektieren, werden ihre Probleme kaum in den Griff bekommen. Und auch für den Berater ist es schwierig, eine erfolgversprechende Beratung durchzuführen, wenn das Gegenüber nicht dazu in der Lage ist, tiefer über sein Verhalten nachzudenken. Dabei ist es egal, ob man vor Ort in der Beratungsstelle sitzt oder online berät.

Sehr wohl eine Rolle spielt die Art der Beratung für die Befähigung zur Selbstreflexion. Hier ist die Online-Beratung gegenüber dem Face-to-face-Klassiker im Vorteil. Denn egal ob Chat oder Mail-Beratung, bewirkt die Online-Beratung durch die Zeitverzögerung der Antworten eine Entschleunigung. Dieser Effekt wirkt bei der Mail-Beratung am stärksten, da eine Reaktion nicht Sekunden später, sondern erst bis zu mehreren Stunden oder Tagen später erwartet wird.

Dadurch, dass Klient und Berater ihre Gedanken niederschreiben müssen, geschieht automatisch ein Nachlesen und ein Ordnen des Geschriebenen. Das kennen wir alle von uns selbst: Erzählen Sie doch mal aus dem Stehgreif einem Fremden, wer Sie sind und was Sie ausmacht. Halten Sie das alternativ schriftlich in einem Word-Dokument fest. Bei der schriftlichen Ausarbeitung werden Sie sich in jedem Fall viel mehr Zeit lassen, zu überlegen, was Sie schreiben und den ein oder anderen Satz überdenken und umformulieren. Dabei sortieren Sie ganz nebenbei Ihre wichtigsten Anliegen und streichen Nebensächliches. Im Gespräch verfransen Sie sich vermutlich viel schneller in Nebenschauplätzen.

Die Schriftlichkeit ermöglicht es auch, dass der Klient oder die Klientin das Geschriebene zu einem fortgeschrittenen Beratungsprozess noch einmal lesen und sich besser vor Augen führen kann, wie und warum er oder sie früher so gedacht oder gehandelt hat und wie die momentane Situation aussieht. So entstehen bei der Online-Beratung häufiger Momente, in denen der Klient zur Selbsterkenntnis kommt, wie Klaus Fieseler und Karin Hentschel bestätigen:

In der Online-Beratung liest man durchaus Sätze von Ratsuchenden, in denen eine Selbstreflexion durch den Perspektivwechsel zu neuen Erkenntnissen bei der Auftragsklärung – aber auch an anderen Stellen im Beratungsprozess – führt, z.B.: „Wenn ich mich so lese, dann wird mir klar, dass ich meine Partnerin gar nicht ändern kann.“ http://e-beratungsjournal.net

So erleichtert Online-Beratung also die Selbstreflexion der Klienten und ermöglicht auch den Beratenden ihre Antworten durchdachter zu übermitteln.

Beratungsstellen auf Facebook & Co.

Um Social Media kommt keiner drumrum – ob man will oder nicht. Selbst wenn ich kein Mitglied bei Facebook bin, so ist es gut möglich, dass dort Fotos von mir kursieren. Und ohne registriert zu sein, kann ich deren Verbreitung nicht einmal kontrollieren. Also lieber gleich selbst mitmischen;)

Auch Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen strömen mittlerweile in die sozialen Netzwerke, um für ihre Produkte und Kampagnen die Werbetrommel zu schlagen. Der Vorteil der Social Media: Sie sind kostengünstig und erreichen die Zielgruppe praktisch jederzeit und überall. Ich kann einen Markenturnschuh genauso „liken“, wie meine Lieblingsband oder einen Kommentar eines Freundes. Diese persönliche Ebene macht Facebook & Co als Werbeplattform so interessant.

So nutzen auch immer mehr Online-Beratungsstellen Social Media, um ihre Klientel zu erreichen. Naturgemäß ist es aber nicht für alle Angebote gleichermaßen sinnvoll, in sozialen Netzen aktiv zu werden. Beispielsweise werden Angebote, die sich an ältere oder generell wenig internetaffine Menschen richten, durch eine Seite auf Facebook kaum mehr Klienten ansprechen. Für alle anderen kann dies allerdings sinnvoll sein.

Aber auch wenn die Einrichtung einer Facebook-Seite prinzipiell für jeden kostenlos ist, muss ein Zeitaufwand für die Pflege des Auftritts eingeplant werden. Denn Interaktion und Schnelllebigkeit sind das A und O in den Netzwerken und eine allzu statische Seite wird kaum Fans gewinnen.

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, wie Beratungsstellen Social Media für sich nutzen können, lesen Sie den Artikel „Welt 2.0“ von Sascha Dinse in der Zeitschrift „Soziale Psychiatrie“.

Telefonseelsorge Österreich mit eigenem Ressourcenmanagement in beranet

Die Telefonseelsorge Österreich nutzt seit einigen Tagen nicht nur ein beranetCMS, sondern hat darin auch ein ganz besonderes Schmankerl von uns serviert bekommen: einen Ressourcenplaner. Der ist auch nötig, denn bis zu 100 (!) Berater_innen werden für die TS Österreich gleichzeitig in der Online-Beratung tätig sein. Zur Online-Beratung gelangen Sie unter www.onlineberatung-telefonseelsorge.at.

Um eingehende Anfragen automatisch an freie Berater_innen zu verteilen und auch die korrekte Weiterleitung von Folgeanfragen der Klient_innen ohne enormen Verwaltungsaufwand vonseiten des Administrators zu gewährleisten, haben wir in enger Zusammenarbeit mit der TS Österreich ein mächtiges Werkzeug erschaffen: den beranet-Ressourcenplaner. Dabei hat der Ressourcenplaner stets im Blick, wieviele freie Ressourcen pro Woche zur Verfügung stehen, jede/r Berater/in kann jeweils angeben, wieviele Kapazitäten in den kommenden 12 Wochen frei sind.

Daneben kommt bei der TS Österreich noch eine weitere Anpassung zum Tragen: eingehende Anfragen werden nicht nur automatisch Berater_inne zugeordnet, sondern von diesen sofort übernommen. In Wechselwirkung mit dem neuen Zugriffskonzept für Mailanfragen (exklusiv in der neuen beranet-Version!) kann so sichergestellt werden, dass keine Anfrage von anderen Berater_innen eingesehen werden kann. So stellen wir uns effektiven Daten- und Klientenschutz vor!

Dass bei der Telefonseelsorge Österreich auch die neue One-Step-Beratung zum Einsatz kommt, müssten wir eigentlich nicht extra erwähnen. Schließlich erhalten alle neuen Einrichtungen und auch alle Umsteiger (Wussten Sie eigentlich, dass der Umstieg kostenlos möglich ist?) die One-Step-Beratung im Paket mit der neuen beranet-Version.

Interesse? Rufen Sie uns an unter 030 440 136 0 oder schreiben Sie an info@beranet.de.

Telefonseelsorge Österreich setzt auf beranet

Die Telefonseelsorge Österreich startet ab Januar 2012 mit der Online-Beratung und setzt dabei auf beranetCMS!

Wir freuen uns, dass die TS Österreich ab Januar 2012 mit beranet beraten wird. Speziell auf die Bedürnisse der Telefonseelsorge zugeschnitten, haben wir ein individuelles Plugin für beranet programmiert, den so genannten “Ressourcenplaner”. Dieser ermöglicht es der Telefonseelsorge, eingehende Mailanfragen automatisch verfügbaren Berater_innen zuzuweisen, ohne dass diese oder ein Admin selbst tätig werden müssen. Jede/r Berater/in kann dafür ein persönliches Kapazitätslimit pro Kalenderwoche angeben, welches in die Gesamtressourcen der Beratungsstelle einfließt. Eingehende Mails werden dann reihum an verfügbare Berater_innen (die also aktiv sind und auch freie Kapazitäten aufweisen) zugewiesen. Diese automatische, dynamische Verteilung wird dafür sorgen, dass die bis zu 100 (!) Berater_innen der TS Österreich fair und gleichmäßig mit Anfragen versorgt werden und niemand zu viel oder zu wenig zu tun hat.

Folgeanfragen von Klient_innen (also alle Anfragen nach der allerersten) werden dabei besonders behandelt, diese werden immer dem Berater/der Beraterin zugewiesen, der/die zuletzt Kontakt zum dem Klienten hat. Somit haben Klient_innen theoretisch “Stammberater_innen”, die sie durch den gesamten Beratungsverlauf begleiten.

Nach dem Start des Online-Beratungsportals der TS Österreich stellen wir das Projekt noch einmal ausführlicher vor.

Stellenausschreibung vom “Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V.” in Stuttgart

Zum 01. Oktober 2011 sucht der Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V. eine/n Mitarbeiter/in für die Anlauf- und Beratungsstelle „Café Strich-Punkt“. Weitere Infos zum Verein und https://aucasinosonline.com/casino-reviews/rich-casino-review/ seinen Angeboten finden Sie auf der offiziellen Website.

Laden Sie hier die Ausschreibung als PDF-Dokument herunter (ca. 220 kB).