In eigener Sache: fest konfigurierte Passwortlänge

Liebe Leserinnen und Leser,
wie Sie sicher mitbekommen haben, sind wir gerade dabei, die Arbeiten an der neuen Version von beranet abzuschließen. Diese wird im Herbst 2010 veröffentlicht und bietet Ihnen dann mehr Funktionen, mehr Komfort und noch mehr Sicherheit für die Online-Beratung Ihrer Klienten.

So wird es im neuen beranet jeder Beratungsstelle möglich sein, die Mindest- und Höchstlängen von Nutzernamen und –passwörtern individuell festzulegen, statt wie bisher mit einer festen Grundeinstellung vorlieb nehmen zu müssen. Somit kann jede Beratungsstelle selbst entscheiden, inwieweit sie den aktuellen Empfehlungen des BSI zur Passwortlänge folgen, oder eigene Einstellungen vornehmen möchte. Wir empfehlen Ihnen für die neue Version von beranet eine Einstellung mit einer Passwortlänge von 8 Zeichen einschließlich mindestens eines Sonderzeichens (analog zur Empfehlung des BSI).

Im Zuge der Vorbereitung des beranet-Servers auf diese neue Funktion haben wir vor einigen Tagen Updates eingespielt. Diese hatten leider den von uns nicht beabsichtigten Nebeneffekt, die bisherigen Voreinstellungen für die Mindestlänge von Passwörtern von Nutzerkonten vorübergehend zu deaktivieren. Die aktiven Klienten waren davon nicht betroffen, lediglich bei Neuregistrierungen konnten Klienten vorübergehend unsichere, weil deutlich zu kurze, Passwörter wählen. Selbstverständlich haben wir das Problem sofort behoben und die bisherige Mindestlänge für Passwörter (4 Zeichen) wieder aktiviert. An dieser Stelle möchten wir uns bei Herrn Oliver Schonschek bedanken,  der uns auf diese vorübergehende Disfunktion aufmerksam gemacht hatte.



Ausweispflicht und Schnüffelei

Das Internet und die Neuen Medien allgemein sind in wesentlich stärkerem Maße anonym nutzbar als klassische Kommunikationsmedien wie z.B. die Post. Da ich bei einem versandten Brief zwingend eine “echte” Adresse angeben muss (von Postfächern mal abgesehen), ist es mit der Anonymität nicht weit her. Die Post weiß, an wen ich was schicke.

Nun fordert der “Bund Deutscher Kriminalbeamter” (BDK) Folgendes:

“Was wir brauchen, ist ein verlässlicher Identitätsnachweis im Netz. Wer das Internet für Käufe, Online-Überweisungen, andere Rechtsgeschäfte oder Behördengänge nutzen will, sollte sich zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren lassen müssen.”

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Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft startet „www.krebsberatung-online.de“

Seit 1. Juli 2010 können sich krebskranke Menschen und ihre Angehörigen die psychosoziale Beratung der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. (SAKG) online unter www.krebsberatung-online.de wahrnehmen. Beraten wird verschlüsselt per Mail, in Einzel- oder Gruppenchats. Innerhalb von maximal 48 Stunden erhalten Ratsuchende eine Rückmeldung durch speziell ausgebildete Mitarbeiter der SAKG. Möglich wurde dieses einmalige Projekt durch die großzügige Förderung aus den Erlösen der GlücksSpirale. Die SAKG hofft, damit künftig noch mehr Krebsbetroffenen helfen zu können.



Deutsche Aidshilfe in neuem Gewand

Die Website der “Deutschen Aidshilfe” erstrahlt seit dieser Woche in neuem Glanz.

Ein komplett neues Design und eine übersichtliche, aufgeräumte Struktur lassen die Seite zeitgemäß und ansprechend wirken. Aktuelle News, ein Veranstaltungskalender und ein Downloadbereich zählen ebenso zu den Seiteninhalten wie eine Box mit aktuellen Meldungen des Twitter-Accounts der Aidshilfe. Betroffene, Angehörige und Interessierte finden hier alles Wissenswerte rund um HIV, den Schutz vor einer Infektion und Tipps zum Umgang mit der Krankheit.

Wir von beranet freuen uns, einen Teil zum Relaunch des Webauftritts der Deutschen Aidshilfe beigetragen zu haben: Im Zuge der Umgestaltung der Homepage wurde auch die Online-Beratungsseite der Aidshilfe einer grafischen Generalüberholung unterzogen. Natürlich ändert sich an den Konditionen der Online-Beratung nichts: Klienten können sich nach wie vor kostenlos und anonym von ausgebildeten Beraterinnen und Beratern beraten lassen. Die eingesetzte Beratungslösung beranet garantiert dabei ein Maximum an Daten- und Klientenschutz, der gerade bei gesundheitsbezogenen Themen sehr wichtig ist.



Wieviele Identitäten haben Sie?

Ja, ich bin einer von denen, die nach Feierabend, kurz vor dem Zu-Bett-Gehen, für eine Stunde, manchmal auch zwei, in virtuelle Welten abtauchen und dort spannende Geschichten erleben oder gemeinsam mit anderen Spielern um den Sieg wetteifern. Ich bin online nicht unter meinem “Klarnamen” aktiv, sondern unter Pseudonym. Nun ist es mit ein wenig Recherche recht einfach, herauszufinden, wie zumindest eines meiner Netz-Alter-Egos heißt, aber dies sei mal dahingestellt. Ich entscheide mich aus bestimmten Gründen dafür, im Netz unter anderem Namen aufzutreten. Das hat weniger mit der Angst vor Identifizierung meiner Person, sondern vielmehr mit der Welt zu tun, in die ich mich begebe. Meine Identität aus der “echten” Welt (wenn es sowas gibt) spielt beim Spielen im Netz keine Rolle.

So kommuniziere ich auch in Foren oder Blogs oder bei Twitter unter meinem Pseudonym, weil ich es so gewohnt bin und es im Spielkontext auch sinnvoll finde. So treffen sich die Spieler, die eben noch online einander gejagt oder geholfen haben, auch im Forum unter Ihren “Nicknames” wieder.

Blizzard, Betreiber eines der (in der westlichen Welt) populärsten Online-Rollenspiele (”World of Warcraft”), verlangt seinen Kunden nun ab, in den Foren zum Spiel nur noch unter Klarnamen zu kommunizieren.

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“Wir sind online. Damit Neonazis offline gehen.”

Die Online-Beratung gegen Rechtsextremismus hat ein neues Video veröffentlicht, diesmal in Kooperation mit jugendschutz.net.



DE-Mail-Adressen zur Kommunikation mit Ämtern

Vielleicht haben Sie schon davon gehört. Das Bundesministerium des Innern will die sogenannte “DE-Mail” einführen. Jeder Bürger soll die Möglichkeit erhalten, sich eine private Mailadresse zu sichern, die ihm die sichere und rechtsverbindliche Übersendung von z.B. amtlichen Dokumenten ermöglicht. Die Kommunikation mit Behörden soll dadurch vereinfacht und effizienter gemacht werden.

Das hört sich doch zunächst gut an:

“De-Mail wird das rechtsverbindliche und vertrauliche Versenden von Dokumenten und Nachrichten über das Internet ermöglichen. Die Identität der Kommunikationspartner sowie die Zustellung der De-Mails können nachgewiesen werden. Die Inhalte einer De-Mail können auf ihrem Weg durch das Internet nicht mitgelesen oder gar verändert werden.”

So liest sich die Beschreibung der neuen “DE-Mail”-Adressen durch das Bundesministerium des Innern, die demnächst für die Kommunikation mit z.B. Behörden eingeführt werden sollen. Hier finden Sie ein PDF mit Detailinformationen.

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Warum Social Media relevant sind

Die Entwicklung der Sozialen Medien hat in den letzten Jahren nicht nur die Kommunikationsgewohnheiten von Millionen Menschen, sondern auch die von Unternehmen verändert. Die Reichweiten und die Vorteile für Marketing, Akquise und die Pflege von Kontakten stehen dabei im Vordergrund. Der folgende Videoclip (englische Texte) illustriert diese Entwicklungen anschaulich. Die Musik sollten können Sie getrost abschalten, der Clip funktioniert ohne Ton.

(Quelle)



Schon von “Flattr” gehört?

Nach “Twitter” nun “Flattr”. Das eine ist ein Mircoblogging-Dienst, das andere ein neuartiges Social-Micropayment-System.

Was ist Social-Micropayment?
Stellen Sie sich vor, Sie legen jeden Monat 10 € zur Seite für Inhalte im Internet. Sie surfen nun den ganzen Monat im Netz umher, stolpern über interessante Seite, die Ihnen gefallen und möchten diesen Seiten Unterstützung zuteil werden lassen. Das können Sie über “Flattr” tun. Klicken Sie auf den “flattr”-Button auf Websites, um diesen Seiten etwas von den 10 € zu spenden. Am Ende des Monats, sagen wir, Sie haben zehn Seiten etwas gespendet, teilt “Flattr” Ihren zurückgelegten Betrag von 10 € unter all denen auf, denen Sie Geld gespendet haben. Jede Website würde von Ihnen also einen Euro erhalten. Nicht viel, aber die Masse machts. Flattr schafft also quasi jedem Website-Betreiber, Blogger oder Künstler im Netz die Möglichkeit, durch Fans finanziell unterstützt zu werden.

Hier ein (englischsprachiges) Video, das die Funktionsweise von Flattr erläutert

Systeme wie Flattr bieten unter Umständen Potential für Online-Beratungsstellen oder andere Angebote, die nicht direkt kostenpflichtig sind, sich aber natürlich über Spenden freuen.

Bei Interesse und für mehr Informationen schreiben Sie uns einfach eine Mail an blog@beranet.de.



“Digital Natives” oder “Digital Naives”?

“Digital Natives” (etwa: “digitale Ureinwohner”) ist ein Begriff, der für jene (junge) Bevölkerungsgruppe verwendet wird, die quasi von Kindesbeinen an mit dem Internet aufwächst. Dieser Definition nach bin ich kein Digital Native, obowohl ich mich so fühle. Ich kann mich noch an eine Zeit ohne Internet erinnern und an die ersten Gehversuche mit analogen Modems, lange bevor es das Internet in seiner heutigen Form und Breitbandanschlüsse für jedermann gab.

Ich erwarte von Ureinwohnern eines Gebiets, dass sie sich dort nicht nur bestens auskennen, sondern auch um Gefahren wissen, die in der direkten Umgebung lauern. An diesem Punkt scheinen sich “Natives” und “Digital Natives” ein wenig zu unterscheiden, wie auch im Artikel auf heise.de zu lesen ist. Dabei wird eine Studie von McAfee, Hersteller von Anti-Viren-Software, zitiert, in der 13- bis 17-Jährige US-Jugendliche befragt wurden. Derartige Studien scheinen gerade in Mode zu sein, vergleichen Sie auch hier.

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